Nach der Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs aus dem Attersee laufen die Untersuchungen zur Unglücksursache auf Hochtouren. Zwei junge Menschen kamen bei dem Absturz ums Leben. Bis endgültig geklärt ist, was wirklich geschehen ist, könnte es allerdings noch Monate dauern.
Die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) ist "bemüht", den Abschlussbericht "im empfohlenen Zeitraum (binnen eines Jahres) zu veröffentlichen", das berichtet "Austrian Wings".
Die Tecnam P2002-JF mit dem Kennzeichen OE-CLJ der Salzburger Flugschule Skygate Aviation Academy war am Mittwoch, 26. August, gegen 11.24 Uhr vom Radar verschwunden und in den Attersee gestürzt.
Erst am Montag, 31. August, gelang es, das Wrack samt den beiden Insassen aus knapp 170 Metern Tiefe zu bergen. Das Flugzeug befindet sich mittlerweile in der Sicherstellungshalle der SUB, so "Austrian Wings".
Indizien deuten darauf hin, dass der Unfall womöglich durch Trudeln verursacht worden sein könnte. Die genaue Absturzursache ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO sieht einen ersten Zwischenbericht innerhalb von 30 Tagen vor. Ein Abschlussbericht soll so rasch wie möglich erstellt werden, empfohlen wird eine maximale Untersuchungsdauer von einem Jahr.
Laut "Austrian Wings" dauerten in Österreich solche Untersuchungen in der Vergangenheit allerdings teilweise deutlich länger. Die SUB teilte mit, dass der derzeit "älteste in Bearbeitung befindliche Fall" aus dem "Oktober 2023" stammt.
An der Aufarbeitung des Unglücks arbeiten Experten der Staatsanwaltschaft Wels und der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes SUB.
"Die weiteren Untersuchungsschritte werden vom Untersuchungsleiter der SUB mit dem vom Gericht bestellten Sachverständigen koordiniert. Die SUB war mit zwei Untersuchungsbeauftragten vor Ort. Im Bedarfsfall wird die SUB externe Experten beiziehen und das Untersuchungsteam durch weitere Untersuchungsbeauftragte erweitern", so ein Sprecher der SUB.