Am 15. September um 7 Uhr ist es so weit: Die Innkreisautobahn wird Richtung Süden zur Gänze gesperrt – von der Anschlussstelle Wels-West bis zum Knoten Voralpenkreuz. An der Schnittstelle treffen die Westautobahn (A1), die Pyhrnautobahn (A9) und die A8 zusammen.
Man bringe die Tunnel auf den modernsten Stand der Sicherheitstechnik, erklärt Asfinag-Projektleiter Manuel Prentner. "Erneuert werden unter anderem Beleuchtung, Belüftung, Notruf, Videoüberwachung und Fluchtwege." Das umfassende Projekt ist bis Anfang Juli angesetzt, wird also rund zehn Monate in Anspruch nehmen.
Die Details: Im Tunnelabschnitt steht in Richtung Norden (Suben/Passau) bis 31. Oktober nur eine Fahrspur zur Verfügung. Der Grund dafür sind Arbeiten an den Fluchtwegverbindungen zwischen den beiden Röhren (Querschläge).
Die beschilderte Umleitung führt über die Welser Autobahn (A25) Richtung Linz/Wien bis zum Knoten Haid und weiter auf der A1 in Richtung Voralpenkreuz und Salzburg. Die Umleitung während der ersten Bauphase bis Sommer 2027 bringt mehr Verkehrsaufkommen auf der A25 in Richtung Linz/Wien.
Um die Situation bei der neuralgischen Abfahrt Wels-Nord in Richtung Stadt zu verbessern und das Einordnen zu erleichtern, wird die Abbiegespur bzw. der Verzögerungsstreifen auf einen Kilometer verlängert.
"Die gute Nachricht ist, dass die Lärmschutzbaustellen bei Wels-Wimpassing und Marchtrenk sowie die ÖBB-Brückenarbeiten bei Wels-Ost Mitte September abgeschlossen sind", sagt Prentner. Die Maßnahmen wurden lange vorab mit dieser Zielsetzung aufeinander abgestimmt.
Von Mitte September 2027 bis Ende Juni 2028 läuft die zweite Bauphase. Dann ist die Tunnel-Belüftungstechnik bereits für einen allfälligen Brand bei Gegenverkehr in einer Röhre aufgerüstet. Der Verkehr kann mit je einer Fahrspur pro Richtung in den Tunnel auf der Richtungsfahrbahn Süden laufen. Die Totalsperre einer Richtung ist nicht mehr erforderlich.
Die Asfinag investiert nach eigenen Angaben 110 Mio. Euro in die Verkehrssicherheit und Erneuerung der Infrastruktur im Raum Wels. Für Rückfragen, Anregungen und Beschwerden steht die Baustellen-Ombudsperson zur Verfügung; E-Mail: [email protected], Tel. und WhatsApp: 050108/99399.