Die Landespolitik fördert ergänzend zu den Kursen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und des AMS Deutschkurse für bestimmte Sprachniveaus. Diese richten sich an rechtmäßige Zuwanderer, die sich niedergelassen haben und über keine oder nur geringe Sprachkenntnisse verfügen. Im Fokus: EU-Bürger und Asylwerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit.
Die Organisation dieser Schulungen wird anders strukturiert: Sie werden künftig zentral gesteuert, gezielt auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt und regional ausgewogen verteilt. Das Ergebnis der Ausschreibung wird bis Ende November erwartet.
"Deutsch ist unsere gemeinsame Sprache und der Schlüssel für Integration", betont der zuständige Landesrat Christian Dörfel (ÖVP). Mit der Neuorganisation beende man das bisherige "Wunschkonzert", übernehme die aktive Steuerung und sorge für einheitliche Qualitätsstandards und rasche Konsequenzen bei Verstößen.
Eine wesentliche Grundlage für die bedarfsgerechte Planung ist die sogenannte digitale Sprachstandseinstufung des ÖIF. Diese ermittelt die vorhandenen Deutschkenntnisse objektiv und nach bundesweit einheitlichen Standards.
Die Ergebnisse stehen dem Land tagesaktuell zur Verfügung und ermöglichen eine passgenaue Zuweisung zu einem Kurs, der dem tatsächlichen Niveau entspricht. Dadurch werden Über- und Unterforderung vermieden, Lernerfolge verbessert und Kursplätze effizient genutzt.
Der gesamte Verlauf der landesgeförderten Deutschkurse wird künftig zentral und tagesaktuell dokumentiert – von der Sprachstandseinstufung über die Teilnahme bis zum Kursabschluss. Sozialhilfebehörden, AMS und weitere zuständige Stellen erhalten dadurch eine einheitliche und aktuelle Datengrundlage.
Werden vereinbarte Verpflichtungen nicht eingehalten oder Kurse unentschuldigt abgebrochen, können die zuständigen Behörden rasch entsprechende Sanktionen aussprechen.