Jetzt droht auch den letzten vier Hellweg-Filialen in Österreich das Aus. Im Sanierungsverfahren über die "Hellweg Die Profi-Baumärkte GmbH" wurde am Montag beim Landesgericht Linz die gerichtliche Schließung der verbliebenen Standorte beantragt.
Betroffen sind die Filialen in Ried im Innkreis und Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich, Straßwalchen in Salzburg sowie Graz-Eggenberg in der Steiermark. Insgesamt arbeiten dort 116 Mitarbeiter.
Hinter dem Schließungsantrag steht laut früheren Angaben das Ziel einer geordneten Übergabe an einen Investor. Die vier Märkte sollen mit ihrem eigenen Warenbestand fortgeführt werden. Auch die dort beschäftigten Mitarbeiter sollen übernommen werden.
Von der beantragten Schließung ausgenommen sind jeweils die Unternehmensbereiche "Marktleitung" und "Brandschutz". Damit soll die Sicherheit an den Standorten während der Verwertung gewährleistet werden.
Für die beiden steirischen Hellweg-Märkte in Graz-Raaba und Fürstenfeld war bereits am 12. August ein Schließungsantrag gestellt worden. Dort sind 44 Mitarbeiter betroffen.
Der Kaufinteressent hatte für diese beiden Filialen keine Fortführungsperspektive gesehen. Ab 7. September soll deshalb das Sortiment der beiden Standorte versteigert werden.
Über die österreichische Tochtergesellschaft der deutschen Baumarktkette wurde am 30. Juni 2026 am Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Die deutsche Muttergesellschaft hatte bereits am 16. Juni Insolvenz angemeldet.
Die Verbindlichkeiten in Österreich beliefen sich laut Kreditschützern auf 23,88 Millionen Euro. Rund 280 Gläubiger sind betroffen. Angeboten wurde die gesetzliche Mindestquote von 30 Prozent.
Zu Beginn des Sanierungsverfahrens verfügte Hellweg in Österreich noch über sechs Filialen mit insgesamt 165 Mitarbeitern.