Aufgeben kam für Markus Sora nie infrage – weder bei seiner Mutter noch im Kampf gegen die Bürokratie. Der 51-Jährige pflegt die schwer demente Frau (83) seit Jahren. Sie hat Pflegestufe 7, kann nicht mehr sprechen und braucht rund um die Uhr Betreuung. Trotzdem arbeitet ihr Sohn weiterhin Vollzeit.
Im Mai beantragte Markus 2.010 Euro Förderung für eine Ersatzpflege. Doch statt rascher Hilfe folgten Warten, Formulare und immer neue Nachforderungen. Gegenüber "Heute" machte er seinem Frust Luft: "Das System ist eine Katastrophe."
Nach unserer Berichterstattung kam Bewegung in den festgefahrenen Fall: Markus erhielt zunächst 710 Euro. Doch zur beantragten Summe fehlten noch 1.300 Euro – und der Oberösterreicher wollte sich damit nicht zufriedengeben.
Er fragte weiter nach, erklärte seine Situation erneut und ließ nicht locker. Dann folgte die große Überraschung: Mitarbeiter des Sozialministeriumsservice suchten gemeinsam mit ihm nach einer Lösung. Am Ende bekam Markus tatsächlich auch den fehlenden Rest – und damit die gesamten 2.010 Euro.
Nach Monaten voller Ärger ist aus der scharfen Kritik nun ehrliche Dankbarkeit geworden: "Dafür, dass es am Anfang ein Hürdenlauf und ein Kampf gegen die Bürokratie war, wurde dann sehr schnell nach einer Lösung gesucht und mir geholfen", sagt Markus. "Ich möchte mich daher in aller Form bedanken."
„Danke an das Ministerium, dass doch das Menschliche gesiegt hat.“Markus Sora
Für den pflegenden Sohn zählt vor allem, dass hinter Anträgen und Akten schließlich auch sein Schicksal gesehen wurde: "Danke an das Ministerium, dass doch das Menschliche gesiegt hat."