Auch bei Sternen gibt es eine "Schwarze Witwe"

Forscher entdeckten, dass ein sogenannter Pulsar - einer "Schwarzen Witwe" gleich - seinen Begleitstern langsam in engem Kreistanz vernichtet. Pulsare sind kompakte Überreste der Explosion eines massereichen Sterns.
Forscher entdeckten, dass ein sogenannter Pulsar - einer "Schwarzen Witwe" gleich - seinen Begleitstern langsam in engem Kreistanz vernichtet. Pulsare sind kompakte Überreste der Explosion eines massereichen Sterns.

Der Pulsar dreht sich rund 390 mal pro Sekunde um seine Achse. Die beiden Partner umrunden in einem Abstand von lediglich dem 1,4 Fachen der Erde-Mond-Entfernung den gemeinsamen Schwerpunkt in nur 93 Minuten, wobei der kleinere Begleiter mit 2,8 Mio. Kilometer pro Stunde (km/h) durchs All rast.

Bisher ließen sich solche Millisekunden-Pulsare nur durch ihre Radiostrahlung aufspüren. Wissenschaftern des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik ist es nun mit internationalen Kollegen gelungen, ein solches Objekt allein anhand der von ihm ausgesendeten gepulsten Gammastrahlung zu entdecken.

Wie Spinne

Der zurückgebliebene Sternkern, der vermutlich vor allem aus Helium besteht, wird von der Strahlung des Pulsars sehr stark erhitzt und buchstäblich verdampft, weshalb ihn die Astronomen in Anlehnung an eine Spinnenart, die das kleinere Männchen nach der Paarung auffrisst,"als Schwarze Witwe" bezeichnen.

Die abgedampfte Materie dürfte auch der Grund sein, warum der Pulsar bisher für Radioteleskope unsichtbar blieb, sie schirmt den Großteil der Radiowellen ab.
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