Auch Rapidler vorerst kein Thema für das Nationalteam

Peter Schöttel klärt über die Corona-Folgen auf.
Peter Schöttel klärt über die Corona-Folgen auf.gepa-pictures.com
Die Kader-Planungen für das ÖFB-Triple gegen Luxemburg, Nordirland und Norwegen sind kompliziert. Schuld daran ist mal wieder das Coronavirus. 

Die sechs positiven Corona-Fälle bei Red Bull Salzburg haben weitreichende Auswirkungen. Wie ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel am Montag in einer Video-Konferenz mitteilte, werden die drei ins Nationalteam einberufenen "Bullen", nämlich Tormann Cican Stankovic sowie die Verteidiger Andreas Ulmer und Albert Vallci, nicht ins Quartier nach Wien reisen und den kompletten Lehrgang auslassen (müssen). Selbst dann, wenn die heutigen Nachtestungen negativ sein sollten. 

"Wir haben eine Verantwortung den anderen Spielern in der Bubble gegenüber und brauchen Planbarkeit", argumentiert Schöttel.

Negativer Test noch nicht aussagekräftig

Problem Nummer zwei: Salzburg spielte noch am Sonntag gegen Rapid, setzte dabei unwissentlich infizierte Spieler ein. Ob im Zuge der Partie auch Akteure der Hütteldorfer mit Covid-19 angesteckt wurden, ist unklar. Die Grün-Weißen werden zwar ebenfalls am Montag getestet, doch selbst ein negatives Ergebnis wäre nicht aussagekräftig. Der Grund: Die Inkubationszeit beträgt einige Tage, man würde also frühestens Mitte der Woche wissen, ob sich ein Spieler während der Salzburg-Partie angesteckt hat.

Beim A-Team hängt somit Max Ullmann in der Warteschleife. "Er stößt vorerst nicht zur Mannschaft", bestätigt Schöttel auf "Heute"-Nachfrage. Denkbar ist allerdings, dass der Rapidler nach dem ÖFB-Testspiel gegen Luxemburg (Mittwoch) das Training aufnimmt und für das Nations-League-Doppel gegen Nordirland (15.11.) und Norwegen (18.11.) zur Verfügung steht.

Weil sämtliche Konsequenzen auch für die in die U21 einberufenen Kicker gelten, wird mit Nachnominierungen gewartet, bis alle aktuellen Corona-Tests ausgewertet sind.

Salzburg bereits vor einem Monat betroffen

Kurios: Schon vor dem letzten Länderspieltermin im Oktober brach in Salzburg das Coronavirus im großen Stil aus. "Es ist verwunderlich. Ich habe mit Christoph Freund geredet, er steht auch vor einem Rätsel", sagt Schöttel.

Eine komplette Absage des Auswärts-Testspiels gegen Luxemburg stand übrigens nie im Raum. Auch wenn die Akteure mit dem Termin nicht übermäßig glücklich sind. "Die Sinnfrage kann man immer stellen", meint Schöttel. Allerdings waren dem ÖFB die Hände gebunden. Die Zentralvermarktung durch die UEFA "verpflichtet" zu drei Spielen im November.

Zulj statt Grillitsch

Auch Florian Grillitsch steht Teamchef Franco Foda nicht zur Verfügung, allerdings aus persönlichen Gründen. Für den Hoffenheim-Legionär wurde Peter Zulj von Anderlecht nachnominiert.

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