Grüne fordern von Kurz: Licht aus im Fußballstadion

Türkis-Grün ist auf der Zielgeraden. Es lief aber nicht immer einfach. Laut einem Bericht forderten die Grünen, die Lichter von Fußballstadien aus Rücksicht auf Insekten spätabends auszuschalten.
"Heute" berichtete es bereits vorab, jetzt ist es offiziell: Die türkis-grünen Regierungsgespräche sind im finalen Stadium. Anfang Jänner soll die neue Regierung stehen, verriet ÖVP-Chef Sebastian Kurz "Kurier" und "Krone". Vorher muss der Bundeskongress der Grünen den Koalitionspakt allerdings noch absegnen.

In beiden Medien heißt es, dass die Verhandlungen zwischen den Parteien nicht immer einfach gewesen seien. In der "Krone" werden die Gespräche als "etwas zäh" beschrieben, der "Kurier" berichtete, dass der ÖVP ob der Forderungen der Grünen "öfter die Luft" weggeblieben sei.

Stadionlichter aus – den Insekten zuliebe

Laut einem Insider sollen die Grünen etwa gefordert haben, dass Fußballstadien ihre Lichter ab 20 oder 21 Uhr abschalten müssen – damit Insekten durch die Scheinwerfer nicht verwirrt werden.

Bei anderer Gelegenheit wurde von grünen Verhandlern offenbarn beklagt, dass das Wort "Entwicklungsland" veraltet und aus dem offiziellen Sprachgebrauch zu entfernen sei. Die verdutzten Türkisen erkundigten sich nach der korrekten Formulierung. "Partnerländer aus den Fortschrittszonen des globalen Südens", lautete die Antwort. Anmerkung: Das deutsche Außenamt verwendet den Begriff "Partnerländer im globalen Süden" bereits.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Grünen haben inzwischen gekontert und von einem "Foul" gesprochen, das sie aber "sportlich nehmen".

Absage an Vermögenssteuern

Kurz berichtete darüber hinaus, dass er Vermögens- und Erbschaftssteuern eine klare Absage erteilte. Gerade jetzt, da sich die wirtschaftliche Stimmung wieder eintrübe, brauche es "ein gutes Regierungsprogramm, das den Standort stärkt und Wohlstand sichert".

Im Gegenzug dürfte die ÖVP bei einer Teuerung bei klimaschädlichem Verhalten ebenso mitziehen wie eine Verbilligung von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie dem Ausbau des Bahnverkehrs.

Die Ministerverantwortung für dieses Prestigeprojekt wird der Grünen Leonore Gewessler zufallen. Umwelt, Verkehr und Infrastruktur werden zusammengelegt, und dieses Ressort wird nicht nur mit vielen Kompetenzen, sondern auch mit enormen Budgetmitteln ausgestattet.

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