Auch Wiener Spitäler verschieben Operationen

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In vielen Bundesländern wird die Lage in den Spitälern kritisch – nun auch in Wien. Planbare Eingriffe müssen bis zu vier Wochen verschoben werden.

Eine Sprecherin des Krankenanstaltenverbunds (KAV) überbrachte am Freitag die Hiobsbotschaft: Auch in Wien müssen nun Operationen verschoben werden. So weit möglich wird versucht, Eingriffe in privaten Krankenanstalten durchzuführen. Wo das nicht möglich ist, müssen diese drei bis vier Wochen verschoben werden.

Wirkliche Planungssicherheit gibt es dabei keine. "Wir sagen immer so viele Operationen ab, wie wir Betten für Coronapatienten brauchen", erklärte sie gegenüber der APA. Einen generellen Stopp solcher Eingriffe soll es allerdings nicht wieder geben. Von den 5.000 Patienten in Wien sind 623 aufgrund einer Covid-Erkrankung hospitalisiert, 138 davon auf der Intensivstation.

Noch zwölf Betten frei

Eingeplant sind 150 Intensivbetten für Coronapatienten, es wären also nur mehr zwölf davon frei. Bei Bedarf kann diese Kapazität allerdings noch erhöht werden, beruhigt die Sprecherin. Bundesweit liegt die Auslastung der Intensivstationen bei 27,4 Prozent.

Knapp wird es allerdings bereits in Oberösterreich mit 46,5 und Vorarlberg mit 74,5 Prozent. Durch die über 9.000 täglichen Neuinfektionen diese Woche und den verzögerten Eintritt schwerer Symptome drohen solche Werte allerdings auch in den anderen Bundesländern. Auch in Tirol warnt eine Oberärztin: "Wir werden Patienten nicht behandeln können".

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