Auf diesen Taxis wächst Gemüse

Die unbenützten Taxis von Bangkoks Straßen werden aus der Not heraus zu Mini-Gärten. 
Die unbenützten Taxis von Bangkoks Straßen werden aus der Not heraus zu Mini-Gärten. Sakchai Lalit / AP / picturedesk.com
Der Lockdown in Thailand hat auch der Taxibranche hart zugesetzt. Deren Fahrer behelfen sich nun mit einer Idee, die für einen echten Hingucker sorgt.

Keine Touristen, keine Taxis: Bangkoks farbenprächtige Taxis rotten seit dem Ausbruch des Coronavirus auf einem riesigen "Friedhof" vor sich in. Bis jetzt, denn die Fahrer haben eine neu Einkommensquelle entdeckt: Auf den Dächern und Motorhauben ihrer Taxis gedeihen neuerdings Mini-Gemüsegärten, die den arbeitslosen Fahrer neue Einkünfte bringen sollen. In alten Autoreifen entstehen sogar Froschteiche.

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Dazu wurden schwarze Planen mit Bambusrahmen fixieren und mit Erde bedecken. Die darauf wachsenden Melanzani, Chilis, Gurken, Zucchini und Basilikum sollen - zusammen mit den Fröschen - dazu beitragen, die arbeitslosen Fahrer und Angestellten zu ernähren. Sollte die Ernte gut ausfallen, werden die Überschüsse auf den lokalen Märkten verkauft.

Letzte Chance

"Dies ist unsere letzte Alternative", erklärt Thapakorn Assawalertkul. Er ist einer der Eigentümer der "Ratchapruk Taxi Garage", auf deren Gelände derzeit insgesamt 2.500 ungenützte Autos der Genossenschaften herumstehen. Nur noch 500 würden Kunden und Kundinnen durch die Straßen von Bangkok fahren.

Viele der Fahrzeuge seien außerdem noch nicht abbezahlt und die meisten der ehemaligen Taxifahrer hätten Bangkok verlassen, um in ihre Heimatdörfer zu fahren.

Schaden sollen die Mini-Gärten den Autos keinen zufügen, einmal abgesehen davon dass die meisten ohnehin schon irreparabel beschädigt sein: "Die Motoren sind kaputt, die Reifen sind platt. Da kann man nichts mehr machen", schließt Thapakorn.

Ausbleibende Fahrgäste

Thailand hat angesichts der rapide steigenden Zahl von Corona-Fällen strenge Maßnahmen erlassen, darunter eine nächtliche Ausgangssperre. Touristinnen und Touristen, die normalerweise die Hauptkunden des Bangkoker Taxigewerbes sind, sind aufgrund der strengen Einreisebestimmungen für das Königreich auf fast null zurückgegangen.

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