Am Mittwochabend wurde im Rahmen der nationalen Vorentscheidung "Selecția Națională" entschieden, wer Rumänien beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten darf. Am Ende setzte sich Alexandra Căpitănescu mit ihrem Beitrag "Choke Me" durch.
Eine Besonderheit: Der Sieg kam ausschließlich durch die Stimmen einer Fachjury zustande. Das Publikum hatte bei der finalen Entscheidung kein Mitspracherecht.
Căpitănescu stammt aus Galați und wurde in ihrer Heimat 2023 einem größeren Publikum bekannt. Damals gewann sie die elfte Staffel von Vocea României, der rumänischen Version von The Voice. In den Blind Auditions sorgte sie für Aufsehen. Ihre Stimme überzeugte alle vier Coaches, die gleichzeitig ihre Stühle drehten.
Nun steht der nächste große Schritt an: Beim ESC wird sie gemeinsam mit ihrem Bandprojekt antreten, das ebenfalls ihren Namen trägt.
Der Song "Choke Me" stammt aus der Feder der Sängerin selbst sowie eines Teams rumänischer Songwriter. Musikalisch mischt der Beitrag Rockelemente mit kraftvollen Vocals und viel Bühnenenergie.
Inhaltlich geht es um eine intensive, fast obsessive Liebe. Zeilen wie "All I need is your love / I want it to choke me" sorgen jedoch bereits jetzt für Diskussionen unter ESC-Fans.
In sozialen Netzwerken fallen die Reaktionen gemischt aus. Einige loben die starke Stimme der Sängerin, andere kritisieren den Text deutlich. Ein Fan kommentiert beim Portal "ESC Kompakt" etwa: "Stellen wir uns vor, der Text wäre auf Deutsch: 'Würg mich, würg mich'."
Andere sehen es gelassener und glauben sogar an Erfolg: "Damit wird Rumänien bestimmt keine Null Punkte holen!"
Rumänien kehrt nach einer schwierigen Phase zum Wettbewerb zurück. Zuletzt trat das Land 2023 an, als Theodor Andrei mit "D.G.T. (Off and On)" im Halbfinale ausschied und dabei null Punkte erhielt.
Dieses Ergebnis galt als einer der Gründe für die zweijährige ESC-Pause.
Ob Alexandra Căpitănescu mit "Choke Me" für einen erfolgreichen Neustart sorgen kann, wird sich im Mai in Wien zeigen. Eines ist aber jetzt schon klar: Gesprächsstoff liefert der rumänische Beitrag bereits jetzt.