Aufregung um Auftritt

Aufruf zu Gewalt gegen Rechts? Diesen Song streicht ZDF

Es sollte ein Auftritt über politische Haltung und den Kampf gegen Extremismus werden, doch am Ende wurde genau dieser Auftritt zum großen Streitfall.
Heute Entertainment
20.07.2026, 11:56
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Der neue Song "Keine Angst" von Danger Dan und Igor Levit sorgt für einen heftigen Konflikt mit dem ZDF.

Eigentlich sollte Danger Dan den Song in der Jubiläumsausgabe der ZDF-Satiresendung "Die Anstalt" präsentieren. Die Sendung beschäftigt sich mit politischer Radikalisierung und der Frage, wie eine Demokratie wehrhaft bleiben kann.

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Doch kurz vor der Aufzeichnung zog der Sender die Reißleine. Das ZDF erklärte, der Text könne "als Aufruf zu Gewalt verstanden werden" und stehe damit im Widerspruch zu den Programmrichtlinien.

Doch was steckt tatsächlich in dem Lied?

Kampf gegen Rechts – aber mit radikalen Bildern

Im Kern richtet sich "Keine Angst" gegen Rechtsextremismus und Faschismus. Danger Dan ruft dazu auf, sich gegen rechte Strukturen zu engagieren und nicht wegzusehen.

Doch einige Passagen gehen deutlich weiter. Im Song wird unter anderem zu "Stress mit der Polizei und den ganz besonders Deutschen" aufgerufen. Außerdem heißt es, es gebe "zu viele Faschos bei der Polizei".

Der Text beschäftigt sich auch damit, wie Aktivisten sich organisieren könnten, ohne entdeckt zu werden. Es geht um geheime Kommunikation, das Dokumentieren rechter Aktionen und darum, Nazis öffentlich zu machen.

Genau diese Passagen sind es offenbar, die beim ZDF für Bedenken sorgten.

Besonders kontrovers sind Zeilen, in denen Danger Dan über körperliche Auseinandersetzungen mit Rechtsextremen rappt.

"Die seh’n gefährlich aus, aber wir legen sie lang", heißt es im Song. Außerdem fordert der Musiker: "Fangt an zu trainieren. Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionieren."

Kritiker sehen darin eine mögliche Verherrlichung von Gewalt. Befürworter argumentieren hingegen, der Song müsse im Kontext eines künstlerischen Umgangs mit politischem Widerstand verstanden werden.

Für zusätzliche Diskussion sorgt ein weiterer Teil des Liedes: Am Ende sendet Danger Dan "liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk".

Danger Dan provoziert bewusst

Gemeint sein dürften damit unter anderem Lina E. und weitere Aktivisten aus der linksextremen Szene. Lina E. wurde 2023 vom Oberlandesgericht Dresden wegen Angriffen auf Personen aus der rechtsextremen Szene zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Bezug sorgt für Kritik, weil der Fall Lina E. in Deutschland seit Jahren als Symbol für die Auseinandersetzung zwischen linksextremer Gewalt und antifaschistischem Engagement gilt.

Dass der Musiker mit seinen Texten Grenzen auslotet, ist nichts Neues. Bereits mit seinem Solo-Hit "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" sorgte Danger Dan für Diskussionen.

Darin spielte er bewusst mit der Frage, wie weit Kunst gehen darf und wo die Grenzen zwischen Provokation und strafbaren Aussagen liegen.

Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Daniel Pongratz heißt, ist Teil der Band Antilopen Gang und setzt sich in seinen Liedern regelmäßig mit Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus auseinander.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.07.2026, 11:56