"National Rape Day"

Aufruf zu "Vergewaltigungstag" kursiert an Schulen

An manchen Schulen kursieren gefährliche Fake News über einen angeblichen "National Rape Day", einen "nationalen Vergewaltigungstag".

Aufruf zu "Vergewaltigungstag" kursiert an Schulen
Auf TikTok kursieren zum wiederholten Mal verstörende Meldungen, die behaupten, es gebe am 24. April einen "National Rape Day".
Getty Images

Ein verstörender Internet-Trend, der erstmalig 2021 auftauchte, macht aktuell wieder die Runde: Auf TikTok kursieren Videos, die behaupten, der Mittwoch, 24. April, sei ein "National Rape Day" (deutsch: "Nationaler Vergewaltigungstag"), wie der "Focus" berichtet.

Berliner Politikerin warnt 800 Schulen

In Deutschland wurde die Politik bereits darauf aufmerksam: Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) hat die Schulen vor entsprechenden Falschmeldungen gewarnt. In einem Brief an die rund 800 Berliner Schulen schreibt Günther-Wünsch, es sei wichtig, ein Bewusstsein für solche Fake News zu schaffen.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133

Bereits 2021 forderte ein TikTok-Video dazu auf, am 24. April junge Frauen und Mädchen anzufassen und zu belästigen, weil diese Handlungen an diesem Tag angeblich nicht bestraft würden. Dies hatte damals die Löschung des Videos und die Markierung als Falschmeldung zur Folge. Doch offensichtlich hält sich die Fake News hartnäckig.

Aufklärung nötig

Katharina Günther-Wünsch fordert darum, dass Schülerinnen und Schüler, die das schockierende Thema im Unterricht ansprechen, ernst genommen werden. Es sei nötig, sie über die Tatbestände sexueller Übergriffe und Nötigung aufzuklären – ebenso wie über das Verbreiten von Inhalten, die zu rechtswidrigen Taten auffordern.

US-Repräsentantenhaus will landesweites TikTok-Verbot

1/8
Gehe zur Galerie
    Das US-Repräsentantenhaus hatein Gesetz zu TikTok mit 352 Ja-Stimmen angenommen.
    Das US-Repräsentantenhaus hatein Gesetz zu TikTok mit 352 Ja-Stimmen angenommen.
    imago images/Future Image

    TikTok hat angekündigt, alle Videos zu entfernen, die derartige Falschmeldungen verbreiten. Derweil bleibt bisher unklar, ob es tatsächlich bereits zu Opfern des verstörenden TikTok-Trends gab. Klar ist, dass die Verunsicherung bei vielen Mädchen und jungen Frauen real ist.

    Diese Storys solltest du am Freitag, 21. Juni, gelesen haben

    Auf den Punkt gebracht

    • An einigen Schulen kursieren gefährliche Fake News über einen angeblichen "National Rape Day", der auf TikTok verbreitet wird
    • Die Berliner Bildungssenatorin warnt Schulen vor diesen Falschmeldungen und fordert eine Aufklärung über sexuelle Übergriffe und das Verbreiten von rechtswidrigen Inhalten
    • TikTok hat angekündigt, alle Videos zu entfernen, die derartige Falschmeldungen verbreiten
    • Die Verunsicherung bei vielen Mädchen und jungen Frauen ist real
    red, 20 Minuten
    Akt.