Aufsperr-Zukunft in Österreich hängt von Vorarlberg ab

Eine Wirtin sieht Vorarlberg bei den Öffnungen als "Versuchskaninchen".
Eine Wirtin sieht Vorarlberg bei den Öffnungen als "Versuchskaninchen".FOLTIN Jindrich / WirtschaftsBlatt / picturedesk.com
Eine Wirtin sieht Vorarlberg bei den Öffnungen als "Versuchskaninchen". In einem Interview schildert sie, warum sie die regionale Lockerung begrüßt.

Im Zuge des Gastro-Gipfels am Montag hat die österreichische Bundesregierung weitere, kleine Öffnungsschritte beschlossen. Ab Ende März dürfen demnach die Schanigärten wieder Gäste in Empfang nehmen. Auch der Schulsport darf ab Mitte März wieder stattfinden.

Nicht so aber für "Musterschüler" Vorarlberg: Hier gibt es weiterreichende Lockerungen, die bereits ab dem 15. März stattfinden. Wie der Bundeskanzler mitteilte, hat sich die Regierung nämlich für ein "regional abgestuftes System" entschieden. In Vorarlberg wird es demnach neben der Gastronomie auch im Bereich Sport und Kultur ein Hochfahren geben.

"Versuchskaninchen", von dem man lernen kann

Im Puls24-Interview mit Bianca Ambros sprach am Dienstag die Wirtin Barbara Prilisauer über die regionalen Öffnungsschritte für die Gastronomie. Die Wirtin sieht Vorarlberg in diesem Fall als "Versuchskaninchen". "Ich möchte Vorarlberg bitten, die Sache gut zu machen, denn offensichtlich hängt unsere Aufsperr-Zukunft doch auch zu einem großen Teil von ihnen ab." Man sei gespannt, wie die Öffnungen in Vorarlberg über die Bühne gehen werden. Doch einen positiven Aspekt hob Prilisauer hervor:

"Vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass die Vorarlberger unsere Versuchskaninchen sind, damit wir dann von den Dingen, die dort jetzt gelernt werden, profitieren können."

Unter Umständen könne es in weiterer Folge "im Rest des Landes schneller und besser gehen".  "Wir klammern uns an jeden Strohhalm, der sich ergreifen lässt."

Unklarheiten rund um Schanigarten-Öffnung

Zur angekündigten Öffnung der Schanigärten hatte die Wirtin anzumerken, dass derzeit noch viele Unklarheiten herrschen. Hier führte sie etwa die Sperrstunde an, oder die Frage, ob man denn nun auch hier Eintrittstests brauche. "Ich glaube aber nicht, dass wir gestürmt werden von Gästen", so die Wirtin.

Verständnis für die Entscheidung der Regierung bringe sie auf. Außerdem wäre es nicht ideal gewesen, zu früh zu lockern, um dann die Gastronomie für steigende Zahlen verantwortlich zu machen. Mit den kleinen Öffnungsschritten zeichne sich aber der richtige Weg ab. "Wir müssen alles versuchen, was geht - jede Möglichkeit ausprobieren." Dennoch betonte Prilisauer: 

 "Mit April sollte es aber dann wirklich soweit sein, denn die Lage wird trauriger und trauriger."

Allesamt - sowohl Unternehmer als auch die Mitarbeiter - würden unter der derzeitigen Situation leiden.

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