Es war Eklat mit Folgen, den sich Alexander Eichwald Ende 2025 auf der Gründungsveranstaltung der AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" (GD) in Gießen leistete. Damals wollte er sich in einer Rede für einen Vorstandsposten der GD empfehlen.
Auf der Bühne fiel der 31-Jährige dabei mit wilden Gesten, einem rollenden "R" und Sprüchen auf, die so manchen an die NS-Zeit oder sogar an Reden von Adolf Hitler oder Joseph Goebbels
erinnerten. Dementsprechend groß war die Aufregung im Netz und in der Partei. AfD-Chef Tino Chrupalla drohte Eichwald bereits kurz nach dessen Rede mit einem Parteiausschluss.
Einigen Teilnehmern schien die Hitler-Imitation jedoch gefallen zu haben. Immerhin erhielt Eichwald bei der Abstimmung rund zwölf Prozent. Kritischer sah den Auftritt des 31-Jährigen der AfD-Kreisverband Herford. Man warf Eichwald schweres parteischädigendes Verhalten vor. Nun fiel eine Entscheidung vor dem Landesschiedsgericht der AfD Nordrhein-Westfalen: Der 31-Jährige soll ausgeschlossen werden, berichtet die "Bild" unter Berufung auf einen AfD-Sprecher.
Zur Verhandlung selbst sei Eichwald erst gar nicht erschienen. Bereits im Vorfeld hatte ihm der Landesvorstand seine Mitgliedsrechte entzogen. Dennoch ist der Ausschluss noch nicht fix. Eichwald könnte noch vor das AfD-Bundesschiedsgericht ziehen. Ob der 31-Jährige diesen Schritt gehen wird, bleibt offen.