Machtwechsel

Nach Wahldebakel – Orbán nimmt Mandat nicht an

Nach 16 Jahren an der Macht zieht sich Viktor Orbán nach seiner Wahlniederlage aus dem ungarischen Parlament zurück.
Newsdesk Heute
25.04.2026, 23:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nach seiner klaren Niederlage bei der Parlamentswahl in Ungarn hat Viktor Orbán, der scheidende Regierungschef, bekanntgegeben, dass er auf seinen Sitz im künftigen Parlament verzichtet. Er habe sich entschieden, sein Abgeordnetenmandat abzugeben, weil er "derzeit" nicht im Parlament gebraucht werde, erklärte Orban am Samstag auf Facebook. Stattdessen möchte er sich auf die "Neuorganisation des nationalen Lagers" in Ungarn konzentrieren.

Gleichzeitig betonte Orbán, dass er weiterhin als Chef seiner rechtsnationalistischen Fidesz-Partei zur Verfügung steht, falls die Delegierten beim Parteitag im Juni dafür stimmen.

Vor zwei Wochen hat die konservative Tisza-Partei von Oppositionsführer Péter Magyar bei der Parlamentswahl eine Zweidrittelmehrheit errungen. Damit kann der künftige Regierungschef grundlegende Reformen durchführen. Magyar löst damit den EU-kritischen und Kreml-freundlichen Orbán nach 16 Jahren an der Macht ab.

Der 62-jährige Orbán sitzt seit 1990 im Parlament in Budapest. Das neu gewählte Parlament soll am 9. Mai zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen. Wahlsieger Magyar hat einen "vollständigen Regimewechsel" angekündigt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.04.2026, 23:00
Jetzt E-Paper lesen