Nach Orbán-Regentschaft

Alles anders – Magyar kündigt große Neuerung an

Peter Magyar plant, den Amtssitz des Ministerpräsidenten von der Budaer Burg zurück in ein Ministeriumsgebäude nahe dem Parlament zu verlegen.
Newsdesk Heute
16.04.2026, 13:33
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Der ungarische Wahlsieger Péter Magyar hat angekündigt, dass der Regierungssitz übersiedeln wird – und das hat eine starke Symbolkraft. Das Büro des ungarischen Ministerpräsidenten werde wieder "in einem Ministeriumsgebäude in der Nähe des Parlaments untergebracht sein", erklärte der künftige Regierungschef Magyar am Donnerstag auf Facebook.

Sein Vorgänger Viktor Orbán hatte sein Büro in einem ehemaligen Kloster über der Donau eingerichtet. Für die Opposition wurde dieses Gebäude zum Sinnbild für Machtmissbrauch. Magyar wird sein Amt im Mai antreten.

Seit 2019 war die Regierung unter dem rechtsnationalen Orbán im ehemaligen Karmeliterkloster auf der Budaer Burg in Budapest untergebracht. Das Kloster aus dem 18. Jahrhundert thront auf dem zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Budaer Hügel, hoch über der Donau.

Orbán ließ sich dort immer wieder mit ausländischen Gästen auf dem Balkon vor der beeindruckenden Aussicht fotografieren. Für die Bevölkerung blieb das Kloster aber seit dem Einzug der Regierung verschlossen. Deshalb wurde es für viele zum Symbol einer abgeschotteten, von den Menschen entfernten Macht.

Bei der Parlamentswahl am Sonntag hat Magyars konservative Tisza-Partei eine Zweidrittelmehrheit erreicht. Damit kann der neue Regierungschef grundlegende Reformen umsetzen. Magyar löst den EU-kritischen und Kreml-freundlichen Orbán nach 16 Jahren an der Spitze ab.

Schon in der Wahlnacht versprach Magyar tiefgreifende Reformen und einen "vollständigen Regimewechsel". Das neue Parlament soll laut Magyar Anfang Mai erstmals zusammenkommen.

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