Magyar knackt 2/3-Mehrheit

Wahl-Beben! Orban gesteht "schmerzvolle Niederlage" ein

Jetzt ist es offiziell: Viktor Orbán hat die Wahl in Ungarn haushoch verloren. Péter Magyar wird sogar eine Zweidrittel-Mehrheit erreichen.
Newsdesk Heute
12.04.2026, 21:33
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Das politische Erdbeben in Ungarn ist fix: Herausforderer Péter Magyar liegt mittlerweile 15 Prozentpunkte voran. Im Parlament knackt er mit 138 von 199 Sitzen sogar die Verfassungsmehrheit (72 Prozent Auszählungsgrad).

Nur gut zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale gestand der Ministerpräsident seine Niederlage ein. "Die Wahlergebnisse sind, wenn auch noch nicht endgültig, klar. Für uns sind sie schmerzhaft, aber eindeutig", so Orbán am Sonntagabend vor Journalisten.

Orbán gratuliert zum Sieg

Weiter heißt es: "Uns ist nicht die Verantwortung und die Chance zum Regieren anvertraut worden. Ich habe der siegreichen Partei gratuliert".

Magyar teilte die Gratulation von Orbán auf seinen sozialen Medien mit. Der rechtsnationalistische Regierungschef habe angerufen, "um uns zu unserem Sieg zu gratulieren", so der Oppositionsführer.

Magyar schon 14 Prozentpunkte voran

Die Parlamentswahl, die international mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde, brachte eine außergewöhnlich hohe Beteiligung. Erste Ergebnisse nach 20 Uhr sahen zunächst noch Orbán vorn. Doch das Bild kippte schnell: Bereits bei einem Auszählungsstand von drei Prozent übernahm Magyar die Führung.

Mit fortschreitender Auszählung baut sich der Vorsprung weiter aus. Bei rund 47 Prozent ausgezählter Stimmen liegt die Tisza-Partei bei 53,45 Prozent, während Orbáns Fidesz auf 37,92 Prozent kommt. Der Herausforderer, der früher selbst Teil des Fidesz-Umfelds war, könnte damit tatsächlich den Machtwechsel geschafft haben.

Spannung herrscht allerdings weiterhin bei der Verteilung der Mandate. Insgesamt gibt es 199 Sitze im Parlament, für eine eigenständige Verfassungsänderung sind 133 notwendig. Aktuell liegt die Tisza-Partei bei 45 Prozent ausgezählter Stimmen bei 136 Mandaten.

Ein endgültiges Ergebnis wird noch auf sich warten lassen. Grund dafür ist unter anderem die hohe Zahl an Briefwahlstimmen. Zudem müssen noch die Stimmen von rund 500.000 Auslandsungarn berücksichtigt werden, die ihre Stimme nur persönlich in Konsulaten abgeben konnten.

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