Wahl-Hammer in Ungarn

Die ersten Ergebnisse – Magyar zieht Orban davon!

Die Wahl in Ungarn ist geschlagen! Nach und nach trudeln die Ergebnisse ein – der Vorsprung von Orbán-Herausforderer Magyar wächst und wächst.
Leo Stempfl
12.04.2026, 20:44
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So viele Ungarn wie noch nie schritten am Sonntag bei der Parlamentswahl an die Urnen. Nach 16 Jahren hatten viele zum Ziel, Viktor Orbáns Herrschaft zu brechen. Der Regierungschef baute das Land mit einer Reihe an Verfassungsänderungen zu einer "illiberalen Demokratie" um, wie er selbst eingesteht.

Péter Magyar wiederum war selbst einst großer Bewunderer von Orbán und Fidesz-Funktionär. Er will Ungarn von Korruption befreien und wieder klar proeuropäisch ausrichten. In den letzten Umfragen vor der Wahl führte er haushoch.

"Entscheidung muss respektiert werden"

Und doch war am Wahltag alles möglich. "Die Entscheidung des Volkes muss respektiert werden", ließ Orbán immerhin anklingen, eine etwaige Niederlage zu akzeptieren. Die Wahlbeteiligung lag schon vor der Schließung der Wahllokale bei knapp 80 Prozent – so hoch wie noch nie. Und wer um 19 Uhr in der Schlange stand, durfte noch wählen.

Mit der Auszählung konnte aber schon begonnen werden, erste Zahlen wurden bereits für 20 Uhr erwartet. Bei einem knappen Ergebnis könnte die Auszählung allerdings bis zum kommenden Samstag dauern. Wahlberechtigt waren 7,5 Millionen Bürger in Ungarn und mehr als 500.000 Auslandswähler – Letztere durften aber nur persönlich in Konsulaten wählen.

Erste Zahlen: Magyar vor Erdrutschsieg

Kurz nach 20 Uhr trudelten langsam die ersten Ergebnisse im Daten-Dashboard ein. Drei Prozent Auszählungsgrad waren freilich noch wenig aussagekräftig, Orbán lag hier mit 48 Prozent aber noch vor Magyar mit 43 Prozent. Bei sechs Prozent Auszählungsgrad war das Ergebnis bereits gedreht: 48 Prozent für Magyar, 44 Prozent für Orbán.

Ein Trend, der sich mit fortschreitender Auszählung weiter fortsetzt. Bei 15,6 Prozent Auszählungsgrad kam Magyar schon auf 50, Orbán nur mehr auf 41 Prozent. Bei 47 Prozent waren es 53 für Magyar und 39 für Orbán.

Bei den Mandaten, die in einem System aus Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht vergeben werden, hat Magyar bereits die Zweidrittelmehrheit übersprungen. Die TISZA könnte dann also Orbáns Verfassungsänderungen allesamt wieder rückgängig machen.

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