"Nicht gut genug"

EU-Abschiebungen erreichen einen neuen Rekordstand

Die Zahl der Abschiebungen aus EU-Ländern ist 2025 auf einen Höchststand gestiegen, doch die EU-Kommission sieht weiterhin Handlungsbedarf.
Newsdesk Heute
25.04.2026, 21:38
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Die Zahl der Abschiebungen aus den EU-Ländern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. "Im Jahr 2025 wurden 28 Prozent der ausreisepflichtigen Migranten in der EU zurückgeführt", sagte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner der "Welt am Sonntag".

Das sei "der bisher höchste Wert in diesem Jahrzehnt". Von den mehr als 491.000 Ausreisepflichtigen im vergangenen Jahr sind demnach rund 135.000 abgeschoben worden.

Laut Brunner liegt der Grund für die höhere Abschiebequote "unter anderem am konsequenten Vorgehen der Mitgliedstaaten, aber auch an mehr Stabilität in einigen Aufnahmeländern und einem besseren Informationssystem". Im Jahr 2022 lag die Rückführungsquote laut Bericht noch bei 16 Prozent.

Trotz der gestiegenen Zahlen ist EU-Kommissar Brunner nicht zufrieden. "Die höhere Zahl an Rückführungen im vergangenen Jahr kann uns nicht zufriedenstellen", sagte der Österreicher der "WamS". "Die alten Regeln zur Rückführung illegaler Migranten in der EU funktionieren einfach nicht gut genug."

Deshalb sei es umso wichtiger, dass die neue Rückführungsverordnung, die die EU-Kommission schon im März des vergangenen Jahres dem Europaparlament und den 27 Mitgliedstaaten zur Abstimmung vorgelegt hat, jetzt auch rasch beschlossen wird. Diese bringe "strengere Regeln für Straftäter, klare und verbindliche Pflichten für Personen mit Abschiebebescheid und mehr Effizienz in die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten", warb Brunner.

Eine weitere Baustelle sieht der EU-Kommissar bei der Rücknahme von Drittstaaten ihrer Staatsbürger. Dafür setze die EU ihre "Hebel gezielt ein", sagte Brunner. "Visapolitik, Handel und Entwicklungsgelder werden künftig stärker mit Zusammenarbeit beim Thema Migration verknüpft sein", kündigte er an.

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