Ärztekammer warnt

Aus für gratis Covid-Tests beim Arzt?

Derzeit können sich Patienten mit Symptomen beim Hausarzt gratis testen lassen. Die Ärztekammer sieht das mit Jänner gefährdet und fordert Klarheit.

Robert Zwickelsdorfer
Aus für gratis Covid-Tests beim Arzt?
Die Ärztekammer sieht die Corona-Antigenschnelltests beim Hausarzt in Gefahr.
Frank Hoermann / dpa Picture Alliance / picturedesk.com

Die Ärztekammer übt erneut scharfe Kritik an der österreichischen Covid-Politik: "Dass die Politik nicht nur bei der Verteilung von Paxlovid versagt hat, sondern auch sonst nicht auf die Corona-Welle vorbereitet ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass Mitte Dezember noch immer nicht klar ist, ob in Ordinationen bei symptomatischen Personen weiterhin ein kostenloser Antigentest durchgeführt werden darf", sagt Max Wudy, Kurienchef der niedergelassenen Ärzte in Niederösterreich. "Eine diesbezügliche Klärung, was ab 1. Jänner 2024 möglich ist, wäre dringend nötig", appelliert er an den grünen Gesundheitsminister Johannes Rauch.

"Wir müssen die Tests ja zeitgerecht bestellen, um nicht zu Jahresbeginn ohne Tests dazustehen und auf eine Verteilaktion des Ministers warten müssen", so Wudy weiter. 

Gesundheitsministerium beruhigt

"Heute“ fragte im Gesundheitsministerium nach, ob die Gratis-Tests in Ordinationen tatsächlich mit nächstem Jahr Geschichte sind. Dort ist man um Beruhigung bemüht: „Der Bund wird die Kosten für die Covid-19-Antigentests bis Ende März 2024 weiterhin tragen", wird versichert. Mitte April würden die Testungen in die Regelstrukturen überführt und von der Sozialversicherung übernommen. Für die einzelnen Patienten ändere sich dadurch aber an der aktuellen Praxis nichts. Das Geld komme eben dann nur aus einem anderen Topf, die Tests blieben kostenlos.

Paxlovid-Nachschub eingetroffen

Eine erfreuliche Nachricht gibt es von einer anderen Front: Die erste Tranche der bei Pfizer bestellten weiteren Paxlovid-Lieferung (insgesamt 18.000 Packungen) ist in Österreich eingetroffen und sollte spätestens mit Montag flächendeckend ausgeliefert sein, so das Gesundheitsministerium. Die SPÖ hat indes Konsequenzen aus den Versorgungsengpässen mit dem Corona-Medikament gefordert. In einer parlamentarischen Anfrage will Nationalrat Mario Lindner von Minister Rauch wissen, auf Basis welcher Berechnungen die ursprüngliche Bestellung von 180.000 Packungen erfolgt ist, und wie viel diese Lieferung pro Packung gekostet hat. Zudem fragt er, wann Rauch erstmals vom Engpass bei Paxlovid erfahren hat und welche Schritte er anschließend in die Wege geleitet hat. Und er spricht auch allfällige Regressforderungen gegen Apotheken an.

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    "Angesichts der aktuellen Infektionslage und der Möglichkeit, dass die Covid-19-Welle in den kalten Jänner- und Februarwochen erneut ansteigen könnte, stellt sich aber auch nach dieser Akutintervention nicht nur die Frage nach der Wirksamkeit, sondern auch nach der Sicherstellung der Versorgungssicherheit mit Paxlovid in den ersten Monaten des Jahres 2024", schreibt Lindner in seiner Anfrage.

    bob
    Akt.
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