In Hietzing

Ausfälle, Verspätungen: Ärger wegen neuem Busbetreiber

Mit 1. April hat Zuklinsbus die Linien 56A, 56B, 58A und 58B übernommen. Seitdem kommt es zu Verspätungen, Ausfällen und Problemen mit den Fahrern.
Wien Heute
12.04.2024, 09:30
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Unmut herrscht seit 1. April bei Fahrgästen in Hietzing und Liesing: Die Firma Zuklinbus hat die vier Buslinien 56 A/B und 58A/B von Dr. Richard übernommen. "Seither herrscht ein unhaltbarer Zustand. Busse kommen gar nicht oder viel zu spät, Stationen werden nicht eingehalten und Fahrer kennen die Strecke nicht, und die Fahrgäste müssen behilflich sein", so eine verärgerte Öffi-Fahrerin zu "Heute".

Die Verspätungen seien einem hohen Verkehrsaufkommen in der Region und dem neuen Fahrplan geschuldet. Zudem müssten sich die 70 neuen Fahrer erst an die Linie gewöhnen, erklärt Zuklinbus-Geschäftsführerin Sabine Zuklin gegenüber dem ORF: "Es gibt Verspätungen auf den Linien. Diese sind aus meiner Sicht im Normalbereich." Laut Zuklin wären zudem veraltete Fahrpläne ausgehängt gewesen, und auch die Dr.-Richard-Busfahrer konnten nicht übernommen werden.

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Im Notfall geht Betrieb wieder an Dr. Richard

Der Zuschlag für Zuklinbus wurde laut Wiener Linien plangemäß vor zwei Jahren erteilt: "Damals hatte die gesamte Busbranche mit einem gravierenden Personalmangel zu kämpfen und die von der Ausschreibung als Bestbieter hervorgegangene Betreiberfirma Probleme in der Erbringung ihrer Dienstleistung in einem anderen Gebiet. In Gesprächen hat die Firma Bemühungen gezeigt, die unsere Sorgen aber nicht entkräften konnten", so eine Sprecherin der Wiener Linien zu "Heute".

Und weiter: "Die Linien wurden erst vor wenigen Tagen übernommen und dabei läuft noch nicht alles nach Plan. Wir sind mit der neuen Betreiberfirma im Austausch und unterstützen nach Kräften. Unser oberstes Prinzip ist, dass unsere Fahrgäste sicher und verlässlich mit unseren Buslinien unterwegs sein können. Sollte das durch die neue Betreiberfirma nicht gewährleistet sein, können wir die vorbereitete Sicherungsoption ziehen."

Wiener Linien beobachten Situation

Mit der Sicherungsoption ist eine Sicherungsvergabe an Dr. Richard gemeint – das Unternehmen soll nun notfalls wieder einspringen und für fünf Monate 2,3 Millionen Euro kassieren. Die Wiener Linien möchten die Situation nun genau beobachten. Sollte der Fahrbetrieb langfristig nicht sichergestellt sein, geht der Zuschlag an Dr. Richard. Diese Entscheidung könne man bei Zuklin nicht nachvollziehen, man habe derzeit alles im Griff.

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