Die Grünen schlagen Alarm: Das blau regierte Wels will mit der neuen Grünraumverordnung das Ballspielen auf Spielplätzen und in Parks untersagen. Für die Partei ist das "ein Schritt in die falsche Richtung": Ausgerechnet zum sportlichen Großspektakel drohe Kindern und Jugendlichen ihre Beschäftigung weggenommen zu werden.
Die Grünen erinnern: Bereits vor zwei Jahren habe die Stadt ein Verbot auf einem Welser Spielplatz nach breiter Kritik wieder zurückziehen müssen. Gleichzeitig kündigen sie an, dass sie diesem Punkt der Verordnung nicht zustimmen werden.
Für Gemeinderat Alessandro Schatzmann ist der Plan "absurd": "Ein Spielplatz, auf dem kein Ball mehr rollen darf, verfehlt seinen Zweck. Wir brauchen eine Politik, die Kindern Räume eröffnet, statt sie mit immer neuen Verboten einzuschränken."
Die Grünen weisen außerdem darauf hin, dass es in Wels ohnehin nur wenige geeignete Ballspielplätze gebe und diese häufig ausgelastet seien. "Alle regen sich auf, dass die Kinder nur vorm Smartphone sitzen, also müssen wir Bewegung und Sport ermöglichen, nicht verbieten", betont Stadtrat Thomas Rammerstorfer.
Die Partei kündigt einen Antrag für die Gemeinderatssitzung an: Der Park Sauerbruchstraße soll mit Fußballtoren ausgestattet werden.