Vor 350. Wiener Derby

Austria-Coach: "Haben uns ins Bein geschossen"

Der letzte Fußball-Feiertag der Saison für Wien. Am Sonntag steigt das 350. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria. Es geht um mehr als nur die Ehre.
Sport Heute
10.05.2026, 09:00
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Eines ist zwei Runden vor dem Saisonfinale bereits sicher: Weder die Hütteldorfer, noch die Veilchen, können österreichischer Fußball-Meister werden. Aktuell belegt Grün-Weiß Rang vier in der Tabelle, die Violetten den fünften Platz, ein Pünktchen trennt beide Teams. Und zumindest Platz vier zu erreichen, ist durchaus ein erstrebenswertes Ziel. Denn damit hätte man jedenfalls ein Europacup-Ticket sicher, würde fix in der zweiten Qualifikationsrunde der Conference League starten, während der Tabellen-Fünfte noch gegen einen Vertreter der Qualigruppe ins Bundesliga-Play-off um den letzten österreichischen Startplatz muss.

Die Austria hat einige schwierige Wochen hinter sich, könnte mehr Punkte auf dem Konto haben, besser in der Tabelle liegen, wie auch Trainer Stephan Helm vor dem so prestigeträchtigen Duell erklärte. "Ja, wir haben uns selbst ins Bein geschossen", meinte der Burgenländer mit Blick auf teils schwere Eigenfehler. "Aber so ist Fußball manchmal, das macht ja keiner absichtlich. Heuer wären wir den Schritt weiter gekommen, aber wir haben etwas liegen lassen", analysierte der Austria-Coach mit Blick auf die letzten Wochen.

"Nehme es als Kompliment"

Gleichzeitig meinte aber auch Helm: "Ich nehme es als Kompliment, wenn wir erst drei Spiele vor dem Schluss nicht mehr ins Titelrennen involviert sind. Ich sehe es positiv, dass wir auch von den Gegnern als Gegner wahrgenommen werden, der gefährlich sein kann. Wir sind nicht unterzukriegen."

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Helm kündigte auch an, durchaus die nötige Portion Risiko gehen zu wollen, das zeige schon ein Blick auf die Tabelle. "Wir sind nicht gerade dafür bekannt, Unentschieden zu spielen", so der violette Trainer. Die Veilchen haben schließlich nur fünf Remis in der laufenden Saison geholt – bei 13 Siegen und zwölf Niederlagen. Dafür stehen dem Austria-Coach auch sämtliche Spieler zur Verfügung: "Alle sind fit, haben gut trainiert. Alle brennen auf das Derby, es geht noch um etwas, das ist für Fußball-Österreich ein Highlight."

Kein Blick auf die Tabelle

Bei dem Austrias Top-Torschütze Johannes Eggestein wohl fix im Sturm gesetzt sein wird. Und darauf hofft, die gute Bilanz gegen Grün-Weiß fortzusetzen – mit zwei Siegen und zuletzt einem Remis ohne den verletzten Deutschen sind die Favoritner in den bisherigen Saison-Derbys noch ungeschlagen.

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"Wir müssen die Basics, die Kompaktheit, auf den Platz bringen, dann sind wir sehr gefährlich", meinte Eggestein, der Tabellenkonstellationen und den Kampf um Platz vier nicht überbewerten wollte. "Wir sollten den Fokus auf das eine Spiel legen, ich glaube, es tut uns gut, nicht auf die Tabellenplätze zu schauen, sondern Schritt für Schritt zu gehen", so Eggestein, der am Freitag seinen 28. Geburtstag feierte.

"Da, wo sie es verdient haben"

Generell musste der Sommer-Zugang der Austria aber einräumen: "Beide Teams sind Traditionsklubs, sollten den Anspruch haben, um die Meisterschaft mitzuspielen. Aber beide Teams stehen da, wo sie es leistungstechnisch verdient haben. Wir hatten vor dem Winter einige Schwankungen. Aber man braucht über die ganze Saison eine Konstanz."

Trotzdem setzt gerade das Derby noch einmal Kräfte frei. "Wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen, können wir jede Mannschaft schlagen. Das haben wir in der Saison auch – bis auf den LASK – gegen jede Mannschaft nachgewiesen."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.05.2026, 09:54, 10.05.2026, 09:00
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