TKG in Österreich

Austro-Türken: "Hamas sind erste Feinde der Muslime"

Nach dem Hamas-Terror auf Israel und propalästinensischen Demos in Österreich distanziert sich nun die Türkische Kulturgemeinde in Österreich klar.

Newsdesk Heute
Austro-Türken: "Hamas sind erste Feinde der Muslime"
In Österreich gehen immer wieder propalästinensische Kundgebungen auf die Straße. Nun gibt es eine "Erklärung der TKG zum Nahostkonflikt und seinen Auswirkungen auf Österreich".
Leserreporter

"Die Hamas und ihre Ableger von oben und unten sind die ersten Feinde der MuslimeInnen, die einen säkularen, freiheitlichen, vielfältigen, demokratischen, pluralistischen Rechtsstaat, in dem Menschenrechte, Gewaltenteilung und Pressefreiheit gelten, lieben und 'nicht heuchlerisch', sondern von Herzen unterstützen. Wir kennen die Hamas und ihre Ableger aus der Türkei mit ihren Massakern (die auch MuslimeInnen waren) und waren und sind immer Feinde der demokratischen freiheitlichen säkularen Verfassung", erklärt die "Türkische Kulturgemeinde in Österreich" (TKG) am Mittwoch in einer Aussendung.

Schande über alle, die die Hamas und ihre Ableger unterstützen. Schande über alle, die die Taliban in Afghanistan hervorgebracht und unterstützt haben. Schande über alle, die den IS hervorgebracht und unterstützt haben und immer noch unterstützen
Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich
als Stellungnahme zu propalästinensischen Demos in Österreich

Das Statement geschieht offenbar als Reaktion darauf, dass – wie die TGK selbst erwähnt – "nach dem 7. Oktober 2023, dem Tag des Terrors der arabischen Hamas und der darauf folgenden Vergeltung Israels", vor allem einige christlich-konservative Parteien in Österreich "eine klare Distanzierung" erwartet hätten. Die TGK bezeichnet die Hamas nun als "reaktionär-fundamentalistische Terrororganisation", die "zum Feind der säkularen, freiheitlich-demokratischen und pluralistischen Gesellschaft und der rechtsstaatlichen Grundordnung geworden" sei. "Auch für die Mehrheit aller aus der Türkei stammenden Menschen" gelte das so.

Bilder einer propalästinensischen Demo am Stephansplatz:

    Trotz Verbot sammelten sich mehrere hundert Hamas-Unterstützer mit Palästina-Flaggen am Wiener Stephansplatz.
    Trotz Verbot sammelten sich mehrere hundert Hamas-Unterstützer mit Palästina-Flaggen am Wiener Stephansplatz.
    Leo Stempfl

    "Dazu muss man weder für noch gegen Israel sein", so die TKG: "Die TKG erwartet auch eine klare Distanzierung vom politischen und bürokratischen Establishment in Österreich." Weiter heißt es: "Dieser bestialische Mord an Juden und Arabern am 07.10.2023 ist nicht nur auf das Schärfste zu verurteilen, sondern muss überall, insbesondere in der EU und in Österreich mit seinen politisch-religiösen Ablegern bzw. Derivaten, die unter dem Vorwand der Religionsfreiheit von bestimmten Strömungen innerhalb politischer Parteien in Österreich sowie von Teilen der Kirche jahrzehntelang salonfähig gemacht bzw. kooperiert wurden, ein abruptes Ende finden."

    Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, ohne Verwässerung, ohne Feindseligkeit und Rachegefühle. Die Stimmen der Vernunft aus den Reihen der Migrantinnen und Migranten und Musliminnen und Muslime müssen endlich Gehör finden
    Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich
    fordert alle Menschen zur Deradikalisierung auf

    Video einer propalästinensischen Demo am Stephansplatz:

    "Wir fordern Israel als halbwegs funktionierende Demokratie im Nahen Osten auf, in Gaza sofort die Spreu vom Weizen zu trennen und die Zahl der zivilen Opfer zu reduzieren, die das Problem jetzt und in Zukunft immer weiter verschärfen", so die TKG. "Das wollen wir nicht. Wir wollen Frieden im Nahen Osten. Wir wollen Frieden für alle BürgerInnen des Staates Israel. Die Inkaufnahme ziviler Opfer in Gaza bei der Durchsetzung militärischer Ziele und der Selbstverteidigung Israels gegen die Terrororganisation Hamas muss sich im Rahmen des Kriegsvölkerrechts bewegen, sonst schadet sie dem Ansehen der westlichen Demokratien und Israels."

    red
    Akt.