Auto-Raser sind schlecht für das Klima

Tempo 140 scheint für die Verbesserung der Klimaziele im Verkehrssektor nicht auszureichen. Am klimafreundlichsten wären 100 km/h.
Seit Jahren ist im Verkehr ein Anstieg an Treibhausgasemissionen zu verzeichnen. Die ersten Maßnahmen für eine Klimawende im Verkehr wurden bereits ergriffen. Doch sie werden nicht ausreichen.

In Österreich werden die vorhandenen Teststrecken in Nieder- und Oberösterreich für Tempo 140 mit 1. März eingestellt, wie "Heute" berichtete.

Tempo 100 wäre am klimaschonendsten

"Bei den Treibhausgasemissionen ist die Änderung von 100 auf 130 km/h etwa gleich hoch wie von 130 auf 140 km/h", heißt es beim Umweltbundesamt. Die Mehrbelastung würde sich demnach nur reduzieren, wenn das Tempolimit reduziert würde. Würden die Tempolimits von 130 auf 100 km/h gesenkt, hieße das nach Berechnungen des Umweltbundesamtes eine Einsparung von 400.000 Tonnen CO2, wie der "Standard" berichtet.

CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.

Verstärkte Kontrolle könnte CO2-Emissionen um 150.000 Tonnen verringern

Die Zeitersparnis bei erlaubten 10 km/h mehr sei hingegen verschwindend gering, berge jedoch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Klimabilanz. Was die Messtoleranz von 5 Prozent betrifft, sei man bisher recht großzügig und nachlässig damit umgegangen. Es braucht demnach auch verschärfte Kontrollen. "In Summe ist durch eine verstärkte Tempokontrolle auf Autobahnen und Schnellstraßen von einer CO2-Einsparung von etwa 150.000 Tonnen pro Jahr auszugehen", heißt es auf Anfrage des "Standard" aus dem UBA.

Die Umsetzung eines geringeren Tempolimits erscheint hierzulande als eher unwahrscheinlich. 55 Prozent der befragten Autofahrer einer ÖAMTC-Umfrage fanden die Idee eines höheren Tempolimits gut.

Die Bilder des Tages



ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen

Nav-AccountCreated with Sketch. GA TimeCreated with Sketch.| Akt:
KlimaKlimaKlimaschutz

CommentCreated with Sketch.Kommentieren