Die Landesverkehrsabteilung Wien führte am Donnerstag eine verkehrsrechtliche Schwerpunktaktion mit besonderem Augenmerk auf E-Scooter-Lenker sowie Radfahrer durch. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Es hagelte 108 Anzeigen und 163 Organmandate, darunter 28 Radfahrer und zehn E-Scooter-Fahrer, die über Rot fuhren. Vier E-Scooter waren ihrer Bauart nach deutlich zu schnell, darunter ein Gefährt mit 84 km/h.
Im Zuge dieser Schwerpunktaktion wurden Beamte auf einen Fahrzeuglenker aufmerksam, da dieser während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzte. Als die Polizisten versuchten, den Lenker anzuhalten, beschleunigte dieser plötzlich sein Fahrzeug und entzog sich der Anhaltung.
Während seiner Flucht beging der Mann mehrere Verwaltungsübertretungen und setzte seine Fahrt entlang des Rings fort, ehe er in die Operngasse einbog und schließlich in der Friedrichstraße angehalten werden konnte.
Ein Beamter stellte sein Dienstfahrrad unmittelbar vor dem Fahrzeug des Lenkers ab. Da sich der Fahrzeuglenker weiterhin renitent verhielt, versuchte der Beamte, ihm den Fahrzeugschlüssel abzunehmen. In diesem Moment setzte der Lenker das Fahrzeug plötzlich in Bewegung und schleifte dabei das vor dem Pkw befindliche Fahrrad mit.
Da sich die Hand des Beamten zu diesem Zeitpunkt im Fahrzeug befand, wurde dieser über eine Strecke von mehr als 100 Metern mitgeschleift. Durch einen Schlag gegen das Gesicht des Lenkers gelang es dem Beamten schließlich, das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen. Der Mann konnte in weiterer Folge festgenommen werden.
Bei einer amtsärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass der Fahrzeuglenker, ein 50-jähriger Mann (StA.: Serbien), durch Suchtmittel beeinträchtigt war. Seine Lenkberechtigung war ihm bereits vor geraumer Zeit entzogen worden. Da sich das Fahrzeug zudem in einem desolaten Zustand befand, wurden die Kennzeichen abgenommen.
Der 50-Jährige wurde festgenommen und angezeigt. Der Beamte erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.