Versicherungsbetrug mit KI

Autofotos werden für KI-Betrug missbraucht

Kriminelle klauen Autofotos aus dem Netz und fügen per KI Unfallschäden hinzu. Wer erwischt wird, verliert den Versicherungsschutz.
Technik Heute
07.06.2026, 11:07
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Ein harmlos aussehendes Autofoto kann zum Problem werden: Betrüger schnappen sich Bilder von Fahrzeugen aus dem Internet und manipulieren sie mit künstlicher Intelligenz. Besonders gefährdet sind Aufnahmen, auf denen das Kennzeichen gut erkennbar ist.

Die Masche funktioniert so: Die Täter fügen per KI angebliche Unfallschäden in die Fotos ein und reichen sie mit erfundenen Rechnungen bei Versicherungen ein. Teilweise werden auch gestohlene Identitäten verwendet, um die Betrugsversuche glaubwürdiger wirken zu lassen.

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Wie chip.de unter Berufung auf Allianz UK berichtet, wurde ein Betroffener Opfer dieser Masche. Er hatte seinen Transporter auf Social Media gezeigt. Später tauchte ein Schadensfall auf, bei dem die Stoßstange angeblich beschädigt worden war - der Schaden war jedoch nachträglich per KI eingefügt worden.

Versicherer setzen auf KI-Erkennung

Auch ein online zum Verkauf angebotener Mercedes wurde Ziel eines Betrugsversuchs. Die Täter nutzten die veröffentlichten Fotos und konstruierten daraus einen angeblichen Unfall. Bei der Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass das gezeigte Auto nicht mit dem Fahrzeug aus der Anzeige übereinstimmte.

"Versicherungsbetrug entwickelt sich ständig weiter, und wir beobachten dies aktuell besonders durch den zunehmenden Einsatz von KI und Bildbearbeitung", erklärt Matt Crabtree von Allianz UK. Um gegen solche Betrugsmaschen vorzugehen, werden Versicherer entsprechend geschult und setzen technische Hilfsmittel ein.

Schwere Konsequenzen drohen

Wer mit solchen Methoden beim Betrug erwischt wird, muss mit schweren Konsequenzen rechnen. "In erster Linie verlieren sie ihren Versicherungsschutz", so Christoph Kemmner von der HDI Versicherung gegenüber dem MDR. Darüber hinaus kann Versicherungsbetrug strafrechtliche Folgen haben.

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