In Modul-Bauweise

Neues Böhler-Containerspital ist Mitte 2026 fertig

Stockwerk für Stockwerk entsteht der Modulbau für das AUVA Traumazentrum Brigittenau. Bis Mitte 2026 soll das Ersatzgebäude fertig sein.
Wien Heute
18.02.2026, 12:33
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Nachdem das Erdgeschoß sowie das 1. und 2. Obergeschoß in massiver Stahlbetonbauweise fertiggestellt wurden, startete am 13. Jänner bei der Baustelle des Traumazentrums Brigittenau (Böhler-Spital) die nächste Phase mittels vorgefertigter Raum-Module.

Die Logistik auf der Baustelle ist dabei präzise getaktet: Täglich werden fünf bis sechs der 14 Tonnen schweren Module angeliefert, verhoben und positioniert, die Montage eines Moduls dauert etwa eineinhalb Stunden. Die Module werden ab dem 3. Obergeschoß eingesetzt, verarbeitet werden dabei rund 1.000 Tonnen Stahl, 200 Tonnen Trockenbauplatten, 85 Tonnen Dämmung und 63 Fenster.

Die Anlieferung der Module erfolgte früh am Morgen.
AUVA Traumazentrum Wien

Brücke verbindet Modulbau mit Bestandsgebäude

Etwa alle zwei Wochen wurde ein komplettes Stockwerk fertiggestellt. Planmäßig sollen bis Ende Februar alle 95 Module verbaut sein. Parallel dazu wird bereits an der Verbindungsbrücke gearbeitet, die den Neubau künftig direkt an das Bestandsgebäude anbindet.

"Dank dieser modernen Bauweise können wir förmlich zusehen, wie das Gebäude wächst. Hinsichtlich der baulichen Fertigstellung, die weiterhin für Mitte dieses Jahres geplant ist, liegen wir damit voll im Zeitplan. Im Anschluss erfolgen die Inneneinrichtung, die behördlichen Abnahmen sowie der technische Probebetrieb, bevor der Modulbau endgültig seinen Krankenhausbetrieb aufnimmt", erklärt Angela Hodits, Direktorin der AUVA-Landesstelle Wien.

Vollbetrieb im 1. Quartal 2027

Im Herbst beginnt die stufenweise Übersiedelung und ein Probebetrieb. In dieser Zeit werden Abläufe gemeinsam mit dem bestehenden Gebäude getestet und die Teams geschult. Der Vollbetrieb des Modulbaus ist für das erste Quartal 2027 geplant, einzelne Bereiche starten aber schon davor.

Der Standort in der Brigittenau soll dabei klar von jenem in Meidling abgegrenzt werden: In der Brigittenau liegt der Fokus auf der Akutversorgung verschiedenster Verletzungen – von Arbeitsunfällen bis zu Verletzungen an Armen und Beinen. Außerdem wird das Modell der Tagesklinik weiter ausgebaut und es werden geplante Operationen durchgeführt.

Standort Meidling für lebensbedrohlich Verletzte

Für die Sicherheit der Patienten bleibt auch in der Brigittenau ein Schockraum bestehen, der bei einer plötzlichen Verschlechterung als Interventionsbereich genutzt werden kann. Die Versorgung von lebensbedrohlich verletzten Patienten findet aber schwerpunktmäßig in Meidling statt. Für alle anderen Rettungspatienten bleibt die Brigittenau eine wichtige Anlaufstelle.

Der Standort Meidling wird künftig noch mehr als Zentrum für lebensbedrohlich verletzte Patienten ausgebaut. Hier werden die wichtigsten Kompetenzen für Schwerverletzte, die Versorgung bei Mehrfachverletzungen und die Intensivmedizin zusammengeführt.

Klare Aufgabenverteilung der Standorte

Ein großes Projekt ist der neue "Trauma-Campus Wien": Ab 2027 wird am Standort Meidling ein neues Rehabilitationszentrum eröffnet. Damit sind Akutversorgung und Rehabilitation unter einem Dach.

"Mit der klaren Aufgabenverteilung innerhalb des TZW stellen wir sicher, dass jeder Patient genau dort behandelt wird, wo die beste Expertise für die jeweilige Verletzung bereitsteht. Durch die Profilschärfung und den neuen Trauma-Campus schaffen wir zukunftsfeste Strukturen für die Unfallversorgung in Wien", so Hodits abschließend.

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.02.2026, 12:33
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