Ein furchtbares Verbrechen erschüttert am Dienstag das ansonsten so friedliche Friesach im Bezirk St. Veit an der Glan (Kärnten): Gegen 2 Uhr früh soll ein 27-Jähriger mit einem Zweitschlüssel, den er noch hatte, in die Erdgeschosswohnung seiner Ex-Freundin (30) eingedrungen sein.
Laut Polizei schlug er sofort mit einer riesigen Holzfäller-Axt (80 Zentimeter) auf die 30-Jährige ein und verletzte die Frau lebensgefährlich. Sie konnte gerade noch aus der Wohnung flüchten und klingelte mit klaffenden Wunden stark blutend bei den Nachbarn Sturm. Offenbar reagierte jedoch niemand. Mit allerletzter Kraft schleppte sie sich laut "Heute"-Infos bis zu einem nahegelegenen Einfamilienhaus.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
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Durch die verzweifelten Hilfeschreie alarmiert, riefen diese Bewohner geistesgegenwärtig Rettung und Polizei. Wegen der heldenhaften Reaktion dieser Nachbarn mitten in der Nacht konnte die Frau dank einer Not-OP gerettet werden. Die gute Nachricht: Sie ist wohlauf, wurde bereits in häusliche Pflege entlassen.
Doch für ihren neuen, 29-jährigen Partner kam jede Hilfe zu spät. Denn der Mann wurde vom vor Eifersucht tobenden Ex ebenfalls in der Wohnung angetroffen und mit der Hacke attackiert. Brisant: Währenddessen schliefen die beiden kleinen Kinder der 30-Jährigen in der Wohnung – sie sind nun vorerst bei Verwandten untergebracht.
Nach dem Verbrechen schnappte sich der Verdächtige auch noch das Auto der Ex-Freundin und raste Richtung Süden auf die S37. Auf einem Stück ohne Mittelbegrenzung bei Zollfeld lenkte der Axt-Angreifer das Fahrzeug in den Gegenverkehr und stieß absichtlich frontal mit einem Lkw zusammen. Er starb noch an der Unfallstelle. Der 45-jährige Fahrer blieb zum Glück unverletzt, erlitt aber einen schweren Schock. Die Spurensicherung ist aktuell noch vor Ort, die Hintergründe der Tat sind nun Gegenstand laufender Ermittlungen.