Ein erschütternder Fall beschäftigt am Montag das Welser Landesgericht: Ein 22-Jähriger muss sich seit 9.30 Uhr vor einem Schöffengericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, ein damals rund drei Monate altes Baby schwer verletzt zu haben.
Zu der mutmaßlichen Tat soll es am 16. März gekommen sein. Laut Anklage soll der junge Mann den Säugling heftig geschüttelt und ihm zusätzlich eine stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf zugefügt haben.
Das Baby soll dadurch unter anderem ein Schütteltrauma mit Hirn- und Netzhautblutungen sowie einen Bruch des Schädeldachs erlitten haben. Infolge der Verletzungen sollen laut Anklage schwere Dauerfolgen eingetreten sein.
Der 22-Jährige lebte zum damaligen Zeitpunkt mit der Mutter des Kindes in einer Lebensgemeinschaft. Obwohl er nicht der leibliche Vater des Babys war, soll er seine Partnerin bei der Betreuung unterstützt haben. Dabei sei er laut Anklage vor allem dann rasch überfordert gewesen, wenn der Säugling längere Zeit schrie.
Der Angeklagte leugnete die Vorwürfe bislang. Für den Prozess ist ein ganzer Verhandlungstag bis 17 Uhr angesetzt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe von zwei bis zu zehn Jahren. Für den 22-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.