Hans und Elisabeth von der Polizeiinspektion Vorchdorf machten während ihres Dienstes am Freitag eine rührende Entdeckung. Mehrere kleine Babykatzen lagen hilflos auf der Straße und hätten sich alleine kaum in Sicherheit bringen können.
Für die Beamten war sofort klar: Hier muss schnell geholfen werden. Auf einem von der Polizei veröffentlichten Foto halten die beiden Polizisten jene Katzerl auf dem Arm, die sie auf die Spur führten. "Zum Polizeialltag gehören eben nicht nur Blaulicht und Verkehrskontrollen, sondern manchmal auch Einsätze für die kleinsten und schwächsten Geschöpfe", schreibt die Polizei auf Social Media.
Kurzerhand verständigten die Beamten am Freitag die Tierrettung "Tierengel Austria". "Die Katzenbabys waren in einem verheerenden Zustand", erzählt Einsatzleiterin und Obfrau Doris Nicole Eder im Gespräch mit "Heute". Bei der Suche nach der Mutter war dann aber schnell klar, "es geht nicht nur um zwei oder drei Katzerl".
Bei dem verfallenen Bauernhaus in unmittelbarer Umgebung tauchen dann nämlich dutzende Katzen auf: "Am Samstag sind wir von 20 ausgegangen", so Eder – mittlerweile konnten die Retter dort schon 27 Samtpfoten sichern. "Eine ist trächtig, die bekommt sechs Babys."
Und an ein Ende ist noch nicht zu denken: Weil hinter dem Hof ein großes Waldgebiet liegt, könne man nicht sicher sagen, wie viele Katzen tatsächlich noch herumirren: "Wir werden in den nächsten Tagen noch einige sichern", sagt Eder. Die Experten gehen davon aus, dass rund 40 Samtpfoten in der Gegend sein könnten.
Für die Ehrenamtlichen war die Aufgabe kaum zu stemmen: "Wir sind sehr überlastet mit dem Großeinsatz." Die Obfrau brach dafür sogar extra ihren Urlaub ab. "Wir werden in den nächsten Tagen sicher noch einige sichern." Mehrere Autos mit Spezialausrüstung und 25 Katzenfallen brauchte es, um überhaupt voranzukommen.
Sparkasse Oberösterreich
Tierengel Austria TierRettung
IBAN AT90 2032 0321 0080 0072
Wer anders helfen möchte, kann sich telefonisch unter 0664 5900157 beim Verein melden.
15 Katzerl sind mittlerweile schon kastriert. Genau dafür bittet der Verein jetzt um Hilfe: Die akute Phase des Einsatzes sei zwar geschafft, Futter- und Geldspenden für die Kastrationen werden jetzt aber dringend gebraucht. Die Obfrau lobt auch den Einsatz der Polizisten: "Das sind ganz tolle Menschen."