Prominenz bei Pressekonferenz

"Orgasmus-Päpstin" crasht Schulschluss-Veranstaltung

Bilanz ziehen, Ferien einläuten – so der Plan. Doch zwei bekannte Kritikerinnen suchten nach der Schulschluss-Pressekonferenz die Konfrontation.
Lea Strauch
07.07.2026, 05:00
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Eigentlich ist die Schulschluss-Pressekonferenz in OÖ ein Pflichttermin ohne große Überraschungen. Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) und Bildungsdirektor Alfred Klampfer ziehen Bilanz über das vergangene Schuljahr, präsentieren Zahlen und geben einen Ausblick auf den Herbst. Doch am Montag bekam die Routineveranstaltung eine unerwartete Nachprüfung.

13-Jähriger sollte in Volksschule

Denn als wäre ein Saal voller Journalisten nicht schon schlimm genug, saßen im Publikum ausgerechnet zwei Frauen, die mit der Bildungsdirektion in den vergangenen Monaten und Jahren erbitterte Auseinandersetzungen geführt hatten. Kaum war die Pressekonferenz beendet, suchten beide das direkte Gespräch mit Haberlander und Klampfer.

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Eine von ihnen war Cornelia S. Sie kämpfte wie berichtet dafür, dass ihr Sohn nach dem häuslichen Unterricht in die Mittelschule gehen darf. Die Bildungsdirektion vertrat die Ansicht, der 13-Jährige müsse wieder eine Volksschulklasse besuchen. Es folgte ein langer Konflikt, der für die Familie kürzlich positiv endete.

Abseits des Wirbels

Während der Pressekonferenz gab es aber natürlich nicht nur Hick-Hack: Haberlander und Klampfer gratulierten den 5.865 Schülerinnen und Schülern zur erfolgreich abgeschlossenen Reife- und Diplomprüfung. 15.047 Kinder starten in OÖ ab Herbst dann ihre Schul-Karriere.

Davor kommen aber noch die Ferien – und auch die waren am Montag Thema. Genauer gesagt eine Verkürzung oder Vorverlegung der Sommerferien. "Ich halte die Vorverlegung bei 108.000 unter 14-Jährigen nicht für umsetzbar", sagte Haberlander dazu am Montag. Sie spricht sich "klar dagegen" aus, fände es gar "verantwortungslos". Denn: Man entreiße den Eltern so die Planbarkeit. Über eine Verkürzung könne man nachdenken, sollten Experten sich nach reichlicher Prüfung dafür aussprechen.

Auch "Orgasmus-Päpstin" wollte reden

Innerhalb von nur 34 Schultagen absolvierte der Jugendliche laut seiner Mutter insgesamt 19 Prüfungen, Schularbeiten und Tests über den Stoff der sechsten und siebenten Schulstufe. Alle bestand er positiv. Ab Herbst ist er nun ordentlicher Schüler einer Mittelschule: "Ich bin unendlich stolz auf meinen Sohn", sagt Cornelia S. gegenüber "Heute".

Ebenfalls das direkte Gespräch suchte am Montag die als "Orgasmus-Päpstin" bekannt gewordene ehemalige Lehrerin. Die Oberösterreicherin hatte mit Videos und Beiträgen auf ihrem öffentlich einsehbaren Social-Media-Profil rund um Sexualität und Beziehungen für Aufsehen gesorgt. Sie wurde deswegen entlassen.

Die Folge: ein jahrelanger Rechtsstreit. Das Oberlandesgericht Linz kam dann zum Schluss, dass die Entlassung so nicht halten kann und rechtlich als Kündigung zu werten ist. Der Ex-Lehrerin stand so zumindest Geld aus der Kündigungsfrist zu. Am Montag wollte sie von Haberlander und Klampfer wissen, "was eigentlich das Verbrechen war", das zu ihrer Entlassung geführt habe.

Keine Antworten

Zu einer inhaltlichen Diskussion kam es allerdings weder im einen noch im anderen Fall. Sowohl Cornelia S. als auch die "Orgasmus-Päpstin" sprachen nach Ende der Pressekonferenz persönlich mit Bildungsdirektor Klampfer und Bildungslandesrätin Haberlander. Beide zeigten sich zwar verständnisvoll, wollten sich zu den konkreten Verfahren aber nicht äußern. Die Frauen verließen den Saal damit ohne die erhofften Antworten.

{title && {title} } Lstr, {title && {title} } 07.07.2026, 05:00
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