Große Aufregung an einem Linzer Gymnasium: Nach Projekttagen in München sorgt ein Vorfall unter Schülern noch Wochen später für Gesprächsstoff. Wie die "OÖN" berichten, soll es dabei auch Vorwürfe eines möglichen sexuellen Übergriffs geben.
Laut Bericht waren eine 6. und eine 7. Klasse des Adalbert-Stifter-Gymnasiums gemeinsam in München. Ein Schüler der 7. Klasse soll dabei seinen dort lebenden Cousin besucht und zwei Mitschülerinnen aus der 6. Klasse mitgenommen haben. Ob dieser Ausflug mit den Lehrkräften abgesprochen war oder auf eigene Faust erfolgte, sei unklar.
In der Wohnung des Cousins sollen die Jugendlichen Alkohol konsumiert haben. Die beiden Schülerinnen hätten später angegeben, sich an die Ereignisse dort nicht mehr erinnern zu können. Ein sexueller Übergriff steht im Raum.
Für einen solchen gebe es jedoch weder eine Bestätigung noch Beweise. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die vier beteiligten Personen sollen von der Polizei befragt worden sein. Es habe zahlreiche Gespräche mit Eltern, Schülern und der Schulleitung gegeben, um die Geschehnisse aufzuarbeiten.
Fest steht lediglich, dass gegen einen beteiligten Schüler schulische Konsequenzen verhängt wurden. In einer Stellungnahme der Bildungsdirektion heißt es, dass bei dem Jugendlichen bereits zuvor Herausforderungen im schulischen Verhalten bestanden hätten. Nach einer umfassenden Prüfung sei schließlich das Schulverhältnis beendet worden.
Die genauen Hintergründe des Vorfalls bleiben dennoch weitgehend im Dunkeln. Auch der Schulleiter wollte sich nicht zu den konkreten Vorwürfen äußern. Die betroffene Klasse werde derzeit von der Schulpsychologie betreut, zudem seien Workshops zu Themen wie Grenzverletzungen, Bedrohungen und Männlichkeitsbildern geplant.