Missbrauch durch Reli-Lehrer

Weiterer Fälle – Volksschul-Skandal weitet sich aus

Nach Belästigungsvorwürfen gegen einen Lehrer an der Volksschule Abfalter in Salzburg haben sich weitere Betroffene gemeldet
Newsdesk Heute
27.05.2026, 12:07
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Die Bildungsdirektion Salzburg sieht sich mit weiteren Hinweisen auf mutmaßliche Übergriffe eines Lehrers an der Volksschule Abfalter konfrontiert. Wie ausführlich berichtet, tauchten vor wenigen Wochen Hinweise auf missbräuchliches Verhalten eines Religionslehrers auf. Er soll Kinder "unangemessen berührt" haben – es gilt die Unschuldsvermutung.

Kinder wurden befragt, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Zu Wochenbeginn meldete sich nun ein ehemaliges Schulkind und berichtete von einem Vorfall aus der Vergangenheit, der bisher nicht bekannt war.

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Lehrer suspendiert, Ermittlungen laufen

Die beschuldigte Lehrperson wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe umgehend vom Dienst freigestellt und wenig später suspendiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall. Wie die Salzburger Landeskorrespondenz berichtet, werden die betroffenen Schülerinnen und Schüler von Schulpsychologen betreut.

Bereits zu Beginn des aktuellen Schuljahres sollen Eltern die Schulleitung auf Auffälligkeiten hingewiesen haben. Die Bildungsdirektion prüft diesen Sachverhalt derzeit umfassend.

Unabhängige Ombudsstelle für Betroffene

Um vollständige Aufklärung und Transparenz sicherzustellen, wurde nun eine unabhängige Meldestelle eingerichtet. Diese wird vom ehemaligen Präsidenten des Landesgerichts Salzburg, Hans Rathgeb, geleitet. Betroffene können sich ab sofort dorthin wenden.

Bildungslandesrätin Daniela Gutschi betont: "Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, darf es hier keine Toleranz geben. Unser Anspruch ist eine größtmögliche Transparenz und lückenlose Aufklärung. Der Schutz unserer Kinder muss oberste Priorität haben." Strafrechtlich relevante Informationen werden von Hans Rathgeb an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Schulen sollen stärker sensibilisiert werden

Bildungsdirektor Rudolf Mair kündigt an, die aktuellen Vorkommnisse zum Anlass zu nehmen, Schulen noch stärker für derartige Fälle zu sensibilisieren. In der nächsten Dienstbesprechung der Schulleitungen sollen dazu konkrete Maßnahmen vorgestellt werden.

Die Ombudsstelle ist unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder telefonisch unter 0664/8414095 erreichbar.

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