Der Missbrauchsverdacht gegen einen Religionslehrer an einer Volksschule in Salzburg weitet sich aus. Nachdem der Pädagoge bereits suspendiert und angezeigt wurde, sind nun weitere mögliche Vorfälle bekannt geworden.
Laut Bildungsdirektion Salzburg hätten sich nach Bekanntwerden der Ermittlungen Eltern gemeldet und von ähnlichen Situationen aus dem vergangenen Jahr berichtet. Jetzt wird geprüft, ob es noch weitere betroffene Kinder geben könnte. Bildungsdirektor Rudolf Mair spricht im ORF von "unangemessenen Berührungen" und Übergriffen, bei denen "ganz klar eine rote Linie überschritten" worden sei.
Ausgelöst wurde der Fall durch Hinweise vor rund zwei Wochen. Danach wurden sieben Kinder befragt. Laut Bildungsdirektion habe sich der Verdacht dabei erhärtet. Der Lehrer wurde daraufhin sofort vom Dienst freigestellt, später suspendiert und bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Dort laufen inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung.
Die Behörden rufen nun mögliche Betroffene und Zeugen dazu auf, sich zu melden. Wahrnehmungen oder Hinweise sollen direkt an die Bildungsdirektion oder die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden.
Auch die Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Salzburg prüft inzwischen, ob es im Zusammenhang mit dem Lehrer in anderen Bereichen bereits frühere Auffälligkeiten gegeben hat.