Mit einem ungewöhnlichen Trick wollten zwei Brüder aus dem Irak offenbar doch noch zum Führerschein kommen. Pech gehabt: jetzt landete der Fall vor Gericht.
Der jüngere der beiden lebt seit drei Jahren in Österreich und wollte im Pinzgau den Führerschein machen, berichtet der ORF. Doch bei der praktischen Prüfung fiel er gleich zweimal durch.
Beim dritten Versuch soll dann sein Bruder eingegriffen haben. Laut Anklage organisierte er einen anderen Mann, der zumindest "arabisch aussehend" gewesen sein soll. Dieser trat anstelle des eigentlichen Prüflings zur Fahrprüfung in Saalfelden an und bestand prompt – es gilt die Unschuldsvermutung.
Aufgeflogen sein soll der Schwindel allerdings schon am nächsten Tag. Als der echte Fahrschüler erneut in die Fahrschule kam, wurden Mitarbeiter misstrauisch. Der Mann vom Vortrag habe nämlich nur wenig Ähnlichkeit mit ihm gehabt.
Am Donnerstag mussten sich deshalb beide Brüder vor Gericht verantworten. Laut Richterin droht aber offenbar nur jenem Bruder eine Verurteilung, der die Idee zur Trickserei gehabt haben soll und selbst bereits einen Führerschein besitzt.
Die Richterin bot dem 28-Jährigen eine außergerichtliche Einigung mit Geldbuße ohne Vorstrafe an. Doch der Angeklagte lehnte ab. Er beharrte darauf, nichts falsch gemacht zu haben.
Wie der Prozess ausgeht, ist noch offen. Klar ist aber: Eine mögliche Vorstrafe könnte auch Auswirkungen auf die Aufenthaltserlaubnis haben.