An einer Salzburger Volksschule sorgt ein Missbrauchsverdacht gegen einen Religionslehrer für große Verunsicherung. Die Bildungsdirektion hat nach Beschwerden bereits sieben Kinder befragt - inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft, das berichten die Salzburger Nachrichten (SN).
Vergangene Woche erstattete die Bildungsdirektion Anzeige. Laut Staatsanwaltschaft wird der Sachverhalt derzeit rechtlich geprüft, weitere Erhebungen laufen.
Die Aufregung an der Schule ist groß. Kinder bemerkten zuletzt, dass mehrere fremde Personen an der Schule unterwegs waren und Befragungen stattfanden. Bildungsdirektor Rudolf Mair bestätigt interne Ermittlungen: "Wir haben dadurch bereits ein klares Bild bekommen und gesagt: Das reicht aus, um die Staatsanwaltschaft einzuschalten", so die SN.
Die Befragungen wurden laut Bildungsdirektion von Beamtinnen gemeinsam mit Schulpsychologen durchgeführt. "Der Verdacht hat sich erhärtet, dass es zu unangemessenem Verhalten gekommen ist", sagt Mair.
Dem Vernehmen nach soll der Religionslehrer Kinder mehrfach auf seinen Schoß gesetzt haben. Auch von unangemessenen Berührungen ist die Rede. Der Lehrer wurde bereits suspendiert.
Unter Eltern herrscht große Unsicherheit. Der Pädagoge war bereits länger an der Schule tätig und soll auch Begleitlehrer bei Landschultagen gewesen sein.
Am Montag und Dienstag waren zusätzlich Schulpsychologinnen an der Schule im Einsatz. Eltern konnten sich dort melden, das Angebot sei laut Bildungsdirektion aber nur wenig genutzt worden.
An der Schule wurde außerdem darüber gesprochen, dass es bereits im Vorjahr Beschwerden gegeben haben soll. In den Akten finde sich dazu allerdings nichts, sagt Bildungsdirektor Mair laut SN.