Die Sanierungsarbeiten auf der Westautobahn (A1) zwischen Salzburg-Nord und Eugendorf kommen schneller voran als ursprünglich geplant.
Noch diese Woche steht eine komplette Umstellung der Verkehrsführung bevor, was vor allem vor Pfingsten für Verzögerungen sorgen könnte.
Die Baustelle wird auf einer Länge von rund sechs Kilometern gespiegelt. Für zwölf Millionen Euro erhält die vielbefahrene Strecke eine neue Asphaltdecke, um die Lebensdauer des Abschnitts um zehn bis fünfzehn Jahre zu verlängern. Mit der Umstellung müssen sich Autofahrer auf geänderte Fahrspuren einstellen.
Wie "Salzburg24" berichtet, starten die Arbeiten in der Nacht auf Donnerstag (21. Mai) und finden ausschließlich in den verkehrsarmen Nachtstunden zwischen 20 bzw. 21 Uhr und 5 Uhr früh statt. In dieser Zeit steht pro Richtung nur eine Fahrspur zur Verfügung, da schwere Betonleitwände versetzt werden müssen. Die Arbeiten sollen drei Nächte dauern.
Ab Donnerstag läuft der Verkehr außenseitig zweispurig auf dem Pannenstreifen und dem ersten Fahrstreifen. Ab Sonntagfrüh gilt dann das sogenannte 3+1-System: Drei Spuren führen in Richtung Salzburg, eine Spur bleibt für die Fahrtrichtung Wien.
Laut ASFINAG-Projektleiter Stefan Spalt könnte dies punktuell für Verbesserungen sorgen, insbesondere bei der Auffahrt Eugendorf.
Trotz des schnellen Baufortschritts warnt die Asfinag vor erhöhter Staugefahr durch die Umstellung. Erfahrungsgemäß sorgt jede Änderung der Fahrbahn für Irritationen und Staus, da sich die Verkehrsteilnehmer erst an die neue Situation gewöhnen müssen.
Spalt erklärt: „Jede Änderung verursacht Stau durch einen großen Gewohnheitseffekt. Es braucht an die zwei Tage, bis sich alle Verkehrsteilnehmer an die neue Verkehrsführung gewöhnt haben und sich das einspielt.“
Eigentlich soll die Baustelle erst Anfang September, zum Ende der Sommerferien, abgeschlossen sein. Aufgrund des raschen Fortschritts ist jedoch eine frühere Fertigstellung möglich.
ASFINAG-Sprecher Christoph Pollinger betont gegenüber "Salzburg24" allerdings, dass der offizielle Termin als strategischer Puffer für wetterbedingte Verzögerungen eingeplant ist. Für die letzten Asphaltierungsarbeiten ist trockenes Wetter notwendig.