Die A10 Tauernautobahn wird ab Montag (18. Mai), ab 13 Uhr bis voraussichtlich Samstag (23. Mai) um 6 Uhr früh in Richtung Salzburg komplett gesperrt.
Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Knoten Pongau und dem Pass Lueg. Der gesamte Verkehr wird auf die B159 geleitet, was besonders bei den Ortsdurchfahrten zu teils langen Verzögerungen führen wird. Grund für die Totalsperre sind dringend notwendige Sanierungsarbeiten im Brentenbergtunnel.
Die Sperre trifft die Region unmittelbar vor dem verkehrsintensiven Pfingstferien-Wochenende – in den Pongauer Gemeinden wächst daher die Sorge vor einem Verkehrskollaps. Die Bürgermeister rechnen mit erheblichen Staus, die bis in die Ortszentren reichen könnten, und bezeichnen die Situation hinter vorgehaltener Hand bereits als "Vollchaos".
Wie "Salzburg24" berichtet, zeigen sich die betroffenen Ortschefs machtlos gegenüber der bevorstehenden Verkehrsbelastung. Hubert Stock, Bürgermeister von Werfen, meint: „Es ist natürlich alternativlos, die Reparatur muss durchgeführt werden. Am meisten betroffen sein werden bei uns die Ortsteile Imlau und Tenneck. Wir hoffen inständig, dass das Ortszentrum weitgehend verschont bleibt und die Autofahrer konsequent die offiziell ausgewiesene Umleitung nutzen.“
Auch in Pfarrwerfen bereitet man sich auf tagelange Blockaden vor. Bürgermeister Bernhard Weiß berichtet: „Wir rechnen ab Montag, spätestens aber ab Dienstag mit einer sehr herausfordernden Situation für unsere gesamte Region. Auch innerörtlich wird es zu massiven Belastungen für die Bevölkerung kommen.“ Wer kann, sollte daher die Region großräumig umfahren oder auf die Bahn ausweichen.
Der ÖAMTC warnt vor erheblichen Verzögerungen, da der gesamte Verkehr auf die Salzachtalstraße (B159) umgeleitet wird – auch dort wird aktuell an mehreren Stellen gebaut. Staus sind zudem auf der Pinzgauer Straße (B311) ab Bischofshofen, der Katschbergstraße (B99) ab Hüttau und der Wagrainer Straße (B163) zu erwarten.
Die ASFINAG begründet die Sperre mit den besonderen Anforderungen der Tunnelsanierung. Nach einem schweren Lkw-Brand Anfang des Jahres müssen mehrere Schichten einer speziellen Tunnelbeschichtung angebracht werden. Während der sensiblen Trocknungsphase darf kein Schmutz oder Ruß durch Verkehr auf die Wände gelangen.
Bis Ende Juni sollen die gesamten Brandschäden behoben sein, damit der Tunnel zur Hauptreisesaison wieder uneingeschränkt genutzt werden kann.