Marathons, Radtouren und Spielzeit mit den Kindern – noch vor sechs Monaten war Daniela Perner aus Obertrum voller Energie. Nach einer Corona-Erkrankung ging es jedoch rapide bergab. Die Salzburgerin erkrankte an ME/CFS, dem Chronischen Fatigue-Syndrom. Seither kann sie ihr Haus nicht mehr verlassen.
Zusätzlich belastet sie die sogenannte Post-Exertional Malaise, kurz "PEM". Schon kleinste Anstrengungen verschlechtern ihren Zustand massiv. Ihre Kinder kann die Mutter derzeit nur etwa eine Stunde pro Tag sehen – mehr ist gesundheitlich nicht möglich. Selbst Tageslicht kann dazu führen, dass Perner einen "Crash" erleidet und danach tagelang das Bett nicht verlassen kann.
"Ich habe Halsschmerzen, Fiebergefühl. Und ich muss aufpassen: Wenn ich kurz vor einem Crash stehe, dann habe ich so Zitteranfälle", erklärt sie im ORF. Dann beginne ihr ganzer Körper zu zittern und sämtliche Symptome würden schlimmer werden. "Ich habe ja Symptome, die ich ständig habe, wie Schwindel, Schmerzen, kognitive Sachen und total schlimme Kopfschmerzen."
Für Ehemann Andreas bedeutet die Erkrankung seiner Frau enorme Belastung. Neben Haushalt und Pflege muss er sich auch um eines der pflegebedürftigen Kinder kümmern. Um finanziell besser über die Runden zu kommen, beantragte die Familie Unterstützung bei der PVA. "Man wird abgewimmelt, als würde man nicht arbeiten gehen wollen", schildert Andreas Perner.
Der größte Wunsch der Familie: mehr Geld für die Forschung rund um ME/CFS. "Ich wünsche mir meine lebensfrohe und witzige Frau von vor der Krankheit zurück. Das wäre mein größter Wunsch", so Andreas Perner im ORF.