Eine Maturaklasse soll sich durch einen unrechtmäßigen Zugriff das Computerpasswort einer Lehrerin gesichert haben. Und damit auch Zugang zu den Fragen der am 4. Mai geplanten Betriebswirtschaftlichen Fachklausur (BFK-Matura) erlangt haben. Doch der Schwindel flog auf, die Lehrkraft erstellte neue Prüfungsfragen.
"Für die betroffene Klasse und die Verantwortlichen gab es keine rechtlichen Konsequenzen", kritisiert ein Insider.
Auf "Heute"-Anfrage bestätigte ein Sprecher der Bildungsdirektion NÖ: "Richtig ist, dass der Verdacht im Raum steht, dass das Passwort unrechtmäßig entwendet wurde. Ob tatsächlich ein Zugriff auf die Daten erfolgt ist, ist allerdings nicht erwiesen."
Dennoch: Seitens der Schule habe man umgehend reagiert und "eine neue Prüfungsarbeit erstellt, die auch zur Anwendung gekommen ist, so dass eine Manipulation unmöglich war".
Der Datenklau werde auch zur Anzeige gebracht "und stellt einen strafrechtlich relevanten Tatbestand dar".
Der Insider kritisiert: "Ein solcher Vorfall stellt sowohl die Fairness der Leistungsbeurteilung als auch den Schutz sensibler Prüfungsdaten ernsthaft infrage." Besonders besorgniserregend sei, dass seitens der Schulleitung keine Maßnahmen ergriffen worden seien.