Für rund 45.000 Maturantinnen und Maturanten wird es bald ernst: Die Reifeprüfung steht unmittelbar bevor. Zwischen Lernstress, Nervosität und Zukunftsangst drehen viele Jugendliche gerade am Rad. Doch Expertin Angela Schmidt vom Nachhilfeinstitut LernQuadrat verrät jetzt, wie man in den letzten Tagen noch das Maximum herausholt – und in der Prüfung cool bleibt.
Wer glaubt, jetzt stundenlang pauken zu müssen, liegt falsch. Laut Schmidt bringt stumpfes Durchlernen wenig. Viel besser: kurze Lerneinheiten von 30 bis 40 Minuten, dazwischen kleine Pausen.
Frische Luft, Bewegung und ein Glas Wasser helfen dem Gehirn beim Speichern. Ein wichtiger Tipp der Expertin: "Ganz wichtig: Nicht aufs Smartphone schauen. Wer sich direkt nach dem Lernen mit dem Handy beschäftigt, drückt sozusagen die Reset-Taste im Gehirn."
Ein überraschender Rat: Wer sich Dinge nicht merken kann, soll einen Schummelzettel schreiben – natürlich nicht für die Prüfung. Der Trick dahinter: Inhalte knapp zusammenfassen und mit der Hand notieren. Das Gehirn speichert dadurch viel besser. Oft brauche man den Zettel danach gar nicht mehr.
In den letzten Tagen vor der Matura gilt: Keine Panik und keine neuen Monster-Themen mehr anfangen. Stattdessen zentrale Inhalte wiederholen.
Wer ein Thema in eigenen Worten erklären kann, ist gut vorbereitet. Auch ein Lernplan mit abgehakten Punkten wirkt Wunder – denn sichtbare Erfolge beruhigen die Nerven.
Nicht nur Lernen zählt – auch der Tag selbst entscheidet viel.
"Angst und Nervosität sind schlechte Begleiter. Sie geben einem das Gefühl, dass man gar nichts mehr weiß. Aber mit ein paar Entspannungsübungen lichtet sich oft der Nebel und das Wissen ist wieder abrufbar", so Schmidt.