Monatelang ermittelten Polizisten gegen einen Mann aus Wiener Neustadt – jetzt ist der Fall geklärt. Der 50-Jährige steht im Verdacht, über Jahre hinweg Sozialhilfe bezogen zu haben, obwohl er seine Vermögenswerte nicht korrekt offengelegt haben soll.
Für den Bezug der Leistungen musste der als arbeitsunfähig geltende Österreicher regelmäßig Anträge stellen und dabei auch seine Vermögensverhältnisse darlegen. Genau hier soll er laut Polizei getrickst haben.
Der Verdacht: Er soll Vermögenswerte verschleiert und trotzdem weiter Sozialhilfe kassiert haben, obwohl die erlaubte Vermögensgrenze überschritten gewesen sein dürfte.
Die Ermittlungen reichen bis zumindest April 2018 zurück. Brisant: Im Tatzeitraum soll der 50-Jährige auch zahlreiche Auslandsreisen unternommen haben. Durch die Betrugshandlungen soll bereits ein Schaden von mehr als 100.000 Euro entstanden sein.
Die Polizei geht davon aus, dass durch die Aufklärung ein weiterer Schaden im hohen sechsstelligen Bereich verhindert werden konnte. Der Mann verweigerte bei seiner Einvernahme die Aussage.
Der 50-Jährige wurde bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt – für ihn gilt die Unschuldsvermutung.