Dramatische Szenen am Sonntagabend auf der Rudolfshöhe im Wienerwald: Die Freiwillige Feuerwehr Purkersdorf wurde am 3. Mai zu einem Brand der hölzernen Rudolfswarte alarmiert. Der Aussichtsturm wurde im Jahr 1978 errichtet und ist für viele Ausflügler ein beliebtes Ziel.
Doch der Einsatz war alles andere als einfach: Die Warte liegt an einer Stelle, die mit großen Feuerwehrfahrzeugen nicht erreichbar ist. Die ersten Kräfte der Feuerwehr Purkersdorf versuchten daher sofort, die Flammen mit einem Feuerlöscher einzudämmen.
Weil sich der Brand rasch ausbreitete, forderte Einsatzleiter und Kommandant Michael Gindl weitere Hilfe an. Geländegängige Löschfahrzeuge der Feuerwehren Tullnerbach-Irenental, Pressbaum und Wolfsgraben rückten an. Auch die Drohnengruppe der Feuerwehr Ollern wurde alarmiert. Zusätzlich waren zwei Rettungsfahrzeuge und der Bezirkseinsatzleiter des Roten Kreuzes vor Ort.
Besonders heikel: In den oberen beiden Etagen der Rudolfswarte wütete ein massiver Brand. Die Feuerwehrleute mussten sich deshalb kurzfristig aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich zurückziehen. Erst nach einer Erkundung mit der Drohne und einer neuen Lagebeurteilung konnten die Löscharbeiten unter sicheren Bedingungen fortgesetzt werden.
Insgesamt standen 93 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Löscharbeiten, Nachlöscharbeiten und Reinigungsarbeiten dauerten bis weit nach Mitternacht.
Die schlechte Nachricht: Die Rudolfswarte ist schwer beschädigt und bleibt aus Sicherheitsgründen vorerst gesperrt. Wann Spaziergänger wieder hinaufsteigen können, ist derzeit noch offen.
Die Polizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts der Brandstiftung, heißt es auf "Heute"-Anfrage seitens der Landespolizeidirektion NÖ.