Zwei Jahre lang quälte sich Rallye-Ass Simon Wagner mit heftigen Schmerzen durch den Alltag. Immer wieder litt der Oberösterreicher unter pochendem Druck im Gesicht, Fieber und ständiger Erschöpfung. Jetzt spricht der fünffache Staatsmeister offen über seine Operation in Linz.
"Nach meinem Sieg bei der Jännerrallye 2026 ging nichts mehr", so Simon Wagner. Eine Untersuchung brachte schließlich die Ursache ans Licht: eine chronische bzw. wiederkehrende, akut-eitrige Entzündung der Kieferhöhle.
Um die Saison schmerzfrei fortsetzen zu können, entschied sich der 33-Jährige mit seinem Team für die dringend notwendige Operation im Ordensklinikum Linz. Dabei wurden gleich zwei Eingriffe durchgeführt: die Öffnung und Erweiterung des Kieferhöhleneingangs sowie die Korrektur der Nasenscheidewand.
"Im Falle unseres Patienten Simon Wagner staute sich immer wieder Eiter in der Kieferhöhle, die dadurch ständig entzündet war", erklärt OA Dr. Martin Bruch. Der Eingriff erfolgte minimalinvasiv durch die Nase und dauerte rund 60 bis 120 Minuten.
Nach der Operation hieß es für Wagner zunächst: Ruhe und körperliche Schonung. Kein Sport, kein schweres Heben und auch beim Niesen musste der Rallyefahrer vorsichtig sein. Doch die Rückkehr verlief schneller als erwartet.
"Ich bin wirklich happy, dass die Operation gut verlaufen ist und auch mein Heilungsprozess bestens voranschreitet", sagt Wagner. Bereits zwei Wochen nach dem Eingriff saß er wieder im Rallyeauto - und holte gleich den nächsten Sieg in der Steiermark.
Aktuell hat der Oberösterreicher bereits drei von sechs Staatsmeisterschaftsläufen gewonnen und liegt damit erneut auf Titelkurs.