Ex-Lehrer packt aus

"Schüler furzen, provozieren und pinkeln im Unterricht"

Ein ehemaliger Gymnasiallehrer spricht im "Heute"-Talk über seine schlimmsten Erfahrungen an Wiener Schulen – selbst Lehrerinnen werden belästigt.
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23.05.2026, 07:07
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Nach dem Aufreger um ein iPhone, das von einem Lehrer aus dem Fenster geworfen worden sein soll, meldet sich nun ein pensionierter Gymnasiallehrer bei "Heute" – und schildert erschütternde Zustände aus dem Schulalltag.

Was der ehemalige Lehrer erzählt, klingt für viele kaum vorstellbar: massive Provokationen, sexuelle Belästigungen, ständige Störungen und Lehrkräfte, denen laut seiner Darstellung zunehmend die Hände gebunden seien.

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"Die machen das, bis der Kochtopf übergeht"

Der Pensionist berichtet von Schülern, die bewusst versuchen würden, Lehrer an ihre Grenzen zu bringen – nicht einmalig, sondern über Monate oder Jahre hinweg. "Die machen das solange, bis der Kochtopf übergeht", schildert er im "Heute"-Talk.

Handys seien dabei eines der größten Probleme. Schüler würden stundenlang Videos schauen und damit einen normalen Unterricht praktisch unmöglich machen. "Da wird telefoniert, geklopft, gegrunzt und gefurzt", erzählt der ehemalige Lehrer.

Schüler beleidigen Lehrerinnen

Doch laut dem Pensionisten gehe das Verhalten mancher Jugendlicher noch viel weiter. So sollen Lehrerinnen mit pornografischen Begriffen beleidigt worden sein. Sobald diese darauf reagierten, werde ihnen teilweise sofort Rassismus vorgeworfen. "Plötzlich steckt die Lehrerin mit ihrer Argumentation in einer Sackgasse, obwohl sie völlig berechtigt reagiert hat", schildert der ehemalige Pädagoge.

Absichtlich neben Lehrer gefurzt

Besonders bizarr seien manche Provokationen gewesen. Ein ehemaliger Schüler habe sich laut dem Pensionisten regelmäßig vor die Tafel gestellt, belanglose Fragen gestellt und anschließend demonstrativ neben dem Lehrer laut gefurzt. "Danach setzte sich der Jugendliche einfach wieder hin und lachte."

Auch sexuelle Grenzüberschreitungen würden laut dem ehemaligen Lehrer vorkommen. Manche Schüler sollen Mitschülerinnen belästigt haben, indem sie ihre Genitalien zeigten. Ein Schüler habe sogar einmal mitten im Klassenraum uriniert.

Das große Problem an dem Ganzen ist, dass den Lehrern de facto die Hände gebunden seien. Mehr als eine Suspendierung der Problemschüler sei in der Praxis nicht möglich. "So schlimm wie jetzt, war es noch nie, und es wird nicht besser werden", so der Lehrer abschließend.

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