Einem Wiener Lehrer brannten am 12. Mai an einem Bildungsstandort in Wien-Meidling wohl alle Sicherungen durch! Der Vorfall geschah nachdem ein 15-jähriger Schüler während des Unterrichts im Rahmen eines IT-Lehrganges des Berufsförderungsinstituts (BFI) sein iPhone gezückt hatte.
Der Pädagoge reagierte auf unübliche Weise und warf das Handy des Minderjährigen aus dem Fenster.
Die Vorgeschichte: An dem Bildungsstandort am Johann Hoffmann-Platz im 12. Wiener Gemeindebezirk soll der Schüler zunächst eine Präsentation gehalten haben. Diese schien der Lehrperson nicht gefallen zu haben.
Nach dem Referat, als der 15-Jährige kurz auf sein Handy schaute, eskalierte die Lage: Der Lehrer riss das iPhone 15 an sich, warf es aus dem 2. Stock der Schule und soll dem Schüler dann gesagt, er könne nun hinunter gehen und es holen.
Völlig bestürzt und mit einem komplett zerstörten iPhone ging der betroffene Schüler nach Hause. Sein Vater reagierte sofort und konfrontierte den Schuldirektor mit den schweren Vorwürfen, aufgrund der erhitzten Gemüter soll sogar die Polizei vor Ort gewesen sein.
"Heute" sprach mit dem Vater des 15-Jährigen. Fassungslos erklärt der Wiener, dass er für die IT-Ausbildung seines Sohnes monatlich mehr als 200 Euro zahlt – mit so einem Vorfall an einem Schulstandort hatte der Vater nicht gerechnet. Er befürchtet, dass der Eklat bei seinem Sohn bleibende Schäden hinterlassen könnte.
„Solche Vorfälle können den Bildungsweg eines Schülers massiv beeinträchtigen. Was soll mein Sohn noch über den Sinn von Ausbildungen denken? Für mich ist das Mobbing.“Wiener VaterHandy seines Sohnes wurde von Lehrer im Unterricht aus dem Fenster geworfen
Auf Anfrage von "Heute" bestätigte das BFI den Vorfall. Der Schuldirektor sei nach dem Vorfall mit dem Vater sowie dem betroffenen Schüler in engem Austausch, um den Eklat gemeinsam aufzuarbeiten. Auch die Wiener Bildungsdirektion bestätigte den Fall gegenüber "Heute". Demnach werden aktuell disziplinarrechtiche Maßnahmen für die betroffene Lehrperson geprüft.