Vorwürfe gegen Wiener Lehrerin

Schüler "rassistisch beleidigt", aus Klasse verbannt

Im 5. Wiener Bezirk soll ein Schüler (15) drei Monate lang von einer Lehrerin schikaniert worden sein. Er wurde aus der Klasse verbannt – zu Unrecht.
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21.05.2026, 08:59
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Schwere Vorwürfe gegen eine Lehrerin an einer renommierten HTL in Wien! In der Höheren Technischen Lehranstalt Spengergasse in Wien-Margareten soll ein 15-jähriger Schüler mit Migrationshintergrund von seiner Lehrerin mehrfach rassistisch beleidigt, schikaniert und zuletzt in eine andere Klasse versetzt worden sein. Ein Verfahren beim Bildungsministerium läuft, mittlerweile wurde die Versetzung des Teenagers zurückgezogen.

Mutter wirft Lehrerin Rassismus vor

Laut der Mutter des 15-Jährigen begann alles vor mehreren Monaten. Immer wieder soll sich die Pädagogin herablassend über den Schüler geäußert haben, am 3. März wurde der Schüler in eine andere Klasse versetzt.

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Doch auch die Versetzung in eine Parallelklasse trug wenig zur Verbesserung der Situation bei: Der Schüler soll sich angeblich unangemessen erhalten haben, hierfür soll dieselbe Lehrperson Ende März eine extra Supplierstunde zum Thema "Respekt" für den Schüler gehalten haben – vor den seinen Klassenkameraden. Ein Foto zeigt den Lehrstoff der Klassenstunde.

Schwere Vorwürfe: "Zurück in den Balkan, Parasit"

Völlig aufgelöst soll der 15-Jährige mit bulgarischen Wurzeln an diesem Tag heimgekommen sein. "Geh zurück auf den Balkan!" oder "Du bist ein Parasit und nimmst den Platz eines intelligenteren Kindes ein" sollen nur einige der wüsten Beleidigungen gegen den 15-Jährigen im Zuge dieser Supplierstunde gewesen sein, berichtet die Erziehungsberechtigte gegenüber "Heute". Vor seinen Klassenkameraden soll er schikaniert worden sein.

Die Lage soll sich laut der Mama des Schülers weiter verschlechtert haben. "Mein Sohn wird weiterhin als problematisch und gefährlich dargestellt. Wie viel kann ein 15-Jähriger ertragen?", bangt die Mutter im Gespräch mit "Heute" um ihren Sohn. Der Vorwurf der Lehrperson laut Schreiben des Bildungsministeriums: "Störung der Ordnung und gefährliche Drohung."

Versetzung von Schüler annulliert

Rund einen Monat kämpfte die Mutter um eine Klarstellung, am 8. Mai wurde sie in das Bildungsministerium eingeladen. Auch die Lehrerin hätte an dem Gespräch teilnehmen sollen, doch sie war krankgeschrieben.

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Gegenüber "Heute" erklärte das Bildungsministerium: "Derzeit ist ein Widerspruchsverfahren zur Versetzung des Schülers in die Parallelklasse in Bearbeitung. Die zuständige Schulaufsicht steht mit den Erziehungsberechtigten und der Schule in engem Kontakt, um die Vorfälle umfassend zu klären."

Am Dienstag erklärte das Bildungsministerium auf Anfrage von "Heute" erneut, dass das Elterngespräch mit der Schulaufsicht gut verlaufen sei. "Der Fokus lag darauf, für die Zukunft in ein für alle Seiten positives Arbeitsumfeld zurückzufinden. Eine pädagogische Aufarbeitung der Vorwürfe am Standort läuft", heißt es abschließend.

Schüler darf in seine Klasse zurück

Die Verbannung des Schülers wird also zurückgenommen. Wie es mit der krankgeschriebenen Lehrerin weitergeht, ist nicht klar.

Der psychische Stress und die entstandenen Unannehmlichkeiten bleiben. "Ich verstehe, dass es einen Lehrermangel gibt. Aber mein Sohn wurde von einer Lehrerin gemobbt und öffentlich beleidigt. Die Schule hat viele Fehler gemacht. Kinder müssen in der Schule beschützt, respektiert und unterstützt werden", stellt die Mutter des 15-Jährigen klar.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.05.2026, 09:07, 21.05.2026, 08:59
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