Große Aufregung am Flughafen Wien-Schwechat! Es hätte eigentlich eine entspannte Heimreise aus Madrid werden sollen, doch sie endete im Chaos. Am Dienstag landete das Flugzeug, in dem auch "Heute"-Leserin Mia* (Name von der Redaktion geändert) saß, kurz vor 23.00 Uhr in Schwechat. Als die Fluggäste wenig später am Gepäckband auf ihre Koffer warteten, kam die böse Überraschung.
"Wir haben fast eineinhalb Stunden gewartet, bis die ersten Gepäckstücke auftauchten. Davon war nicht nur mein Flug, sondern auch andere Passagiere betroffen", schildert die Wienerin. Die Reisenden wurden offenbar nicht informiert, was der Grund ist.
"Es gab keinerlei Information und auch keine Durchsage", führt Mia weiter aus. Sie seien einfach dort stehen gelassen worden. Einem Mann wurde es darauf zu viel: Er verlor komplett die Nerven und schrie lauthals herum – die Polizei musste ausrücken, um die Situation zu deeskalieren.
Gegenüber "Heute" nahm auch die Pressestelle des Flughafen Wien Stellung zu den Vorfällen. Nach ersten Informationen waren konkret zwei Flüge betroffen. Die Gepäckausgabe selbst wurde allerdings nicht direkt vom Flughafen Wien durchgeführt, sondern von einem externen Bodenabfertigungsunternehmen, das dafür einen eigenen Vertrag mit der jeweiligen Fluglinie besitzt.
"Unser Personal hat das zuständige Unternehmen umgehend über die Situation informiert und außerdem Durchsagen in der Gepäckshalle veranlasst", erklärte ein Sprecher.
Hintergrund der Situation: An europäischen Flughäfen müssen aus Wettbewerbsgründen mindestens zwei Bodenabfertigungsunternehmen tätig sein. Airlines können daher selbst entscheiden, welches Unternehmen sie für Gepäck- und Passagierabfertigung beauftragen. In Wien übernimmt zwar der Flughafen für viele Fluglinien diese Aufgaben, einige Airlines arbeiten jedoch mit externen Dienstleistern zusammen – so offenbar auch in diesem Fall.
So bleibt ungeklärt, woran es bei der Gepäckausgabe am Dienstag scheiterte – klar ist jedoch, dass die Nerven blank lagen. "Ein paar Personen haben ihren Anschluss verpasst", so Mia. Die Wienerin selbst musste am nächsten Tag komplett übermüdet zur Arbeit.